Wildschweine traben durch Seraing

<p>Das Füttern von Wildschweinen wird mit einem Bußgeld bestraft.</p>
Das Füttern von Wildschweinen wird mit einem Bußgeld bestraft. | Foto: dpa

Die Tiere trabten gemeinsam durch die Straßen und gerieten in Panik, als sie in eine enge Gasse und einen Hinterhof gelangten. Sie brachen durch Absperrungen und überwanden Gartenzäune, um so in die Gärten der Anwohner zu kommen. Ein Wildschwein lief sogar in ein Haus, wie die Tageszeitung „La Meuse“ berichtete. Über den Hintereingang lief das Wildschwein quer durch das Wohnzimmer und sprang an der Vorderseite wieder durch ein Fenster ins Freie. Der Bewohner war nicht im Haus, als der ungebetene Gast sich Einlass verschaffte. Blutspuren, Verwüstung und zerbrochene Fensterscheiben fand er erst bei seiner Heimkehr vor. Insgesamt acht Polizisten waren im Einsatz, um die Schweine einzufangen. Eines wurde durch einen hinzugerufenen Jäger erlegt, während den anderen Wildschweinen die Flucht in den Wald gelang. Die Behörden warnen davor, die Tiere zu füttern, denn das ziehe sie an. „Wildschweine können gefährlich werden. Sie haben viel Kraft, sie sind schnell und wiegen eine Menge. Eines der Tiere brachte rund 80 Kilo auf die Waage. Wenn man sie füttert, werden sie zurückzukommen“, so der zuständige Stadtangestellte von Seraing, der auch erklärte, dass es eine saftige Strafe zu zahlen gibt, wenn man beim Füttern erwischt wird. 250 Euro muss man dafür hinblättern.

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