Die Pressestelle der Polizeizone Weser-Göhl konnte am Mittwochmorgen einen Fahndungserfolg vermelden. Vier Tage nach dem brutalen Raubüberfall in der Eupener Haagenstraße hatte am Montag auch der dritte Tatverdächtige identifiziert und festgenommen werden können. Zwei Personen – ein Mann und eine minderjährige Frau – waren von den Beamten bereits unmittelbar nach der Tat in der Eupener Unterstadt aufgegriffen worden. Beide Männer sitzen in Untersuchungshaft, die minderjährige Tatverdächtige wurde nach einer Entscheidung des Jugendgerichts unter strengen Haftauflagen in der Obhut ihrer Eltern belassen.
Am Donnerstagmorgen gegen 8 Uhr war eine Frau auf dem Weg zu ihrem Pkw von dem Trio aus dem Hinterhalt überfallen worden.
Beim Öffnen der Fahrertür wurde die 32-Jährige von zwei Männern und einer Frau überrascht, die ihr „direkt ins Gesicht schlugen“. Das vermummte Trio warf die Frau anschließend zu Boden und verpasste ihr „mehrere Tritte ins Gesicht“. Das alles mit dem Ziel, einen Schlüssel, den die Verbrecher für sich als Autoschlüssel definierten, zu entwenden. Nachdem die Täter den vermeintlichen Autoschlüssel an sich gerissen hatten, setzten sie sich in das Fahrzeug der Frau.
Ein Moment, den das Opfer zur Flucht in den eigenen Garten nutzte. Im Inneren des Wagens musste das Trio aber feststellen, dass der Schlüssel nicht ins Zündschloss passte. Damit hatte sich der Autodiebstahl erledigt. Die Täter flüchteten zu Fuß.
Der am Donnerstag verhaftete Mann erschien am Dienstag vor der Ratskammer, die den Haftbefehl bestätigte. Bis zum nächsten Haftprüfungstermin in einem Monat sitzt er somit in Untersuchungshaft. Der am Montag dingfest gemachte Tatverdächtige wird am Freitag vor der Ratskammer erscheinen.
„Beide Männer stammen aus dem Raum Eupen und haben einen Migrationshintergrund. Beide sind auch polizeilich bekannt“, erklärte Prokurator des Königs Andrea Tilgenkamp gegenüber dem GrenzEcho. (hegen)

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