Hier geht es um den Porsche 919 Hybrid der Klasse LMP1-H mit der Startnummer 14, der beim 6h-Rennen am 3. Mai 2014 in Francorchamps den 4. Platz erzielte. Laut Porsche war dieses Fahrzeug mit einem 2.0 L Turbo V4 ausgestattet. Im Rahmen einer Beweissicherungsmaßnahme, die damals von Gerhard Schmitz ausgelöst wurde, wurde der Motor dieses Fahrzeugs nach dem Rennen aus dem Fahrzeug ausgebaut und in einem Lkw des Porsche-Rennteams in Anwesenheit eines Gutachters und Gerichtsvollzieheranwärters zerlegt. Der damalige Bericht des Gutachters bestätigte, dass es sich um einen 2.0 L Motor handelte.
Jetzt erfährt der Leser, dass es sich um einen 4.5 L Motor gehandelt haben soll. Bei der Gerichtsverhandlung am 10. September 2019, bei der ich ebenfalls anwesend war, beteuerte die Porsche-Anwältin, dass der begutachtete Motor der im Rennen eingesetzte Motor gewesen sei. Gerhard Schmitz hat in der Rennsportszene einen „Namen und Ruf“, auf jeden Fall gibt es zahlreiche Rennmotoringenieure, auch bei Porsche, die seine motortechnischen Fähigkeiten zu schätzen wissen. Ich traue ihm auf jeden Fall zu, anhand von Fotos einen Hubraum annähernd ermitteln zu können. 4.5 L ist weit mehr als das Zweifache der angeblichen 2.0 L. Wenn seine Hubraumermittlung annähernd stimmt, wäre das der Super-Gau für die FIA und für Porsche. Ich wünsche mir eine mutige investigative Presse, die dieser Sache im Interesse aller Motorsportfans und aller Porsche-Kunden auf den Grund geht.
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