„Happy Hour“-Konzert zu Ehren Clara Schumanns bote feine musikalische Miniaturen

Das von Aline Beckers, Valérie Leyh, Barbara Mergelsberg und Erik Schmidt in der „Happy Hour“-Reihe zu Ehren von Clara Schumann vorgetragene Programm war sehr abwechslungsreich und gut durchdacht.
Das von Aline Beckers, Valérie Leyh, Barbara Mergelsberg und Erik Schmidt in der „Happy Hour“-Reihe zu Ehren von Clara Schumann vorgetragene Programm war sehr abwechslungsreich und gut durchdacht. | Fotos: privat

Hergenrath

Clara Schumann hätte sich über diese Geburtstagsfeier sicherlich gefreut. Vor fast genau 200 Jahren wurde die Pianistin und Komponistin in Leipzig geboren und am Sonntag, 1. September, fand ein Konzert ihr zu Ehren in Hergenrath im Saal „Im Winkel“ statt. Es handelte um das Konzert Claras Liebeszauber aus der „Happy Hour“-Reihe.

Das aufmerksame und interessierte Publikum kam von nah und fern, und der kleine, sehr charmant geschmückte Saal war restlos ausverkauft. Die Atmosphäre war warm und gemütlich, und Jung und Alt warteten gespannt auf das, was kommen sollte.

Das Programm, das Aline Beckers (Klavier), Valérie Leyh (Lesungen), Barbara Mergelsberg und Erik Schmidt (Gesang) vortrugen, war sehr abwechslungsreich und offensichtlich gut durchdacht. Alles war bis ins kleinste Detail aufeinander abgestimmt.

Die Lesungen aus Briefen von Clara Schumann, Robert Schumann und Johannes Brahms schilderten die gesamte Biographie und das Innenleben der Komponistin in verständlicher Weise wieder.

Valérie Leyh versetzte mit ihren lebendigen Lesungen die Zuhörer in die Zeit der Romantik zurück. Die passend zu den Lesungen ausgewählten Lieder von Clara Schumann und Robert Schumann waren feine musikalische Miniaturen mit den verschiedensten Gemütsregungen.

Die lyrische und elegante Stimme von Erik Schmidt passte sehr gut zu den intimen und romantischen Liedern, wie „Warum willst du andere Fragen“ und „Die Lotus Blume“.

Barbara Mergelsberg trug die etwas belebteren und kontrastreicheren Lieder, wie Claras Satz von dem Goethe Gedicht „Das Veilchen“ oder „Das ist ein Tag der Klingen mag“ vor.

Besonders hervorzuheben war ebenfalls die sehr einfühlsame Begleitung von Aline Beckers am Flügel. Clara Schumann war selber Pianistin und hat offensichtlich die Klavierbegleitungen sehr virtuos komponiert. In den Liedern „Liebeszauber“ und „Im Traume“ konnte Aline Beckers ihr ganzes technisches Können unter Beweis stellen.

Wunderbare magische musikalische Momente entstanden ebenfalls in den Duetten von Robert Schumann, wo die Stimmen von Erik Schmidt und Barbara Mergelsberg, so wie die Begleitung von Aline Beckers, harmonisch miteinander verschmolzen.

Auch das Publikum wurde aufgefordert, wie zu Zeiten vor dem Internet, Fernsehen und Radio, gemeinsam einige Volkslieder von Schubert und Brahms anzustimmen. Dieses freute die Zuhörer offensichtlich und sie ließen sich nicht lange bitten, um aus Herzenslust, zum Beispiel „Am Brunnen vor dem Tore“, zu singen. Das abwechslungsreiche Programm und die hervorragende Ausführung ließen die Zeit nur so dahin fliegen.

Wer Clara Schumann nicht kannte, als er den Saal betrat, ist sicherlich nach Hause gegangen mit der Empfindung, eine neue Persönlichkeit kennengelernt zu haben. Den Künstlern ist es gelungen, ihre Seele für eine kurze Weile wieder zum Leben zu erwecken.

In diesem Sinne: „Alles Gute zum Geburtstag, Clara Schumann.“

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