Rennkäfer feiern beim 25h Fun-Cup großes Jubiläum

<p>Wehe, wenn sie losgelassen werden: Die Rennkäfer feiern Jubiläum in Spa-Francorchamps.</p>
Wehe, wenn sie losgelassen werden: Die Rennkäfer feiern Jubiläum in Spa-Francorchamps. | Foto: Herbert Simon

Veranstalter Kronos Events ist mächtig stolz, dieses „längste Rennen des Jahres“ auf die Beine zu stellen. Fun bedeutet Spaß. Aber es ist auch jede Menge Ehrgeiz mit im Spiel.

„An die 120 Fun Cup-Autos sind eingeschrieben, das ergibt viel Verkehr auf der Strecke“, bekräftigen die Macher von Kronos: „Und Favoriten gibt es viele. Wer gewinnen will, muss nicht nur schnell, sondern auch beständig unterwegs sein, die bestmögliche Strategie festlegen, Kollisionen vermeiden, eine perfekte Boxenarbeit abliefern und natürlich das nötige Quäntchen Glück haben.“ Es hat sich in den letzten Jahren allerdings gezeigt, dass bei manchen Protagonisten die sportlichen Ambitionen den ursprünglich von den Initiatoren angedachten Spaßfaktor in den Hintergrund drängen. Aus diesem Grund wird die Anzahl Profis pro Team begrenzt und das Riesenfeld in mehrere Leistungskategorien aufgeteilt.

An Stars fehlt es nicht, so beispielsweise gestandene GT-Piloten wie Maxime Soulet, David Pittard (D/Sieger der 24h Nürburgring 2023), Fred Bouvy, Stéphane Lemeret oder Marco Sörensen (Dk), ferner die Renn-Amazone Vanina Ickx (Botschafterin der Benefiz-TV-Aktion Televie zugunsten der Krebsforschung) oder die Jungspunds Ugo de Wilde (Langstrecken-WM/WEC) und Esteban Muth (DTM). Die Siegesanwärter kommen aus Teams mit solch wohlklingenden Namen wie M3M (mit dem sechsmaligen Rekord-Sieger Cédric Bollen), Milo, SP Consulting Racing, Knauf, Comtoyou oder Mazuin.

Die 25h Fun Cup müssen aber auch mit der Zeit gehen: So gelten zum Jubiläum vier Influencer aus Frankreich, Valouzz, LeBouseuh, Dobby und Dorian Boccolacci (auch Profirennfahrer Formel 2, GT und Porsche-Supercup), die es zusammen auf zwölf Millionen Followers in den sozialen Netzwerken bringen, als die heimlichen Stars des Wochenendes.

Ostbelgien ist gut vertreten

Und auch Ostbelgien ist gut vertreten. So bildet etwa die Welkenraedter Studentin Manon Degotte (#55) eine Mannschaft mit vier weiteren Teilnehmern, unter ihnen Lydia Baudet, die Rallye-Förderpilotin des Landesverbandes RACB. Vor allem aber richten sich die Blicke auf die #278 Eastkart by Acome, das die Fahnen des Kartcenters in Grüfflingen hochhält: Neben den Stammpiloten Mitchel und Dusty Kukenheim aus Burg-Reuland sowie Fréderic Delhez und Nicolas Fedorenko greift wieder Gastfahrer Mario Bohr aus Bütgenbach (AMC St.Vith) ins Lenkrad des Käfers. Wie schon 2022 will das Team, das übrigens die gesamte Meisterschaft fährt und nach vier von sieben Läufen dank mehrerer Podiumsplätze aktuell auf Position zwei im Zwischenstand der Kategorie „Pure“ liegt, aus seinem Heimspiel ein Event machen. „Wir möchten in unserer Klasse erneut möglichst aufs Treppchen fahren“, beschreibt Dusty Kukenheim das sportliche Ziel, in der Hoffnung von größeren technischen Problemen verschont zu bleiben, die sie im Vorjahr weit zurückgeworfen hatten.

„Fun“ soll auch das Fahrerlager beleben mit Unterhaltung rund um die Uhr für alle Generationen: Hüpfburg, Rennsimulator, Skatepark, Feuerwerk am Samstagabend und vieles mehr. Wer möchte, kann zudem als Passagier in einem der 15 Zweisitzer-Käfer mitfahren.

Start des Rennens ist am Samstag um 16.30 Uhr. Im Vorprogramm tragen die Rennserien Belcar Sprint, Formel Vau, Lotus Cup Europe und BGDC am Freitag und Samstag ihre Läufe aus. Bei den beiden BGDC-Rennen über über je 100 Minuten sind auch José Close aus Faymonville (Toyota GT86) und HD Racing aus Möderscheid mit dem Trio Robin Dries-Samuel Hilgers-Günther Lenges (AMC St.Vith) im Renault Clio mit von der Partie.

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