Am Samstagmittag waren nach einer Schweigeminute nur noch 113 Fahrer an den Start gegangen. Der Schweizer Radrennstall Tudor Pro Cycling, das belgische Radsportteam Intermarché-Circus-Wanty und Mäders Team Bahrain-Victorious hatten ihre Teilnahme an der Tour zuvor abgebrochen. Zudem verzichteten nach dem tragischen Zwischenfall mit Mäder 17 Fahrer aus weiteren Mannschaften.
Evenepoel gewann die vorletzte Etappe, küsste bei seiner Zieleinfahrt die Faust und zeigte gen Himmel. „Dieser Sieg geht natürlich an Gino und seine Familie. Das war die beste Art und Weise ihn zu ehren und seiner Familie Respekt zu zollen. Für mich war es ganz egal, dass ich keine Zeit gewinnen kann. Das war alleine für Gino“, sagte Evenepoel.
Am Donnerstag war der 26 Jahre alte Mäder auf der Abfahrt vom Albula-Pass zum Zielort La Punt auf den letzten Kilometern der fünften Etappe mit hohem Tempo in eine Schlucht gestürzt und musste reanimiert werden. Einen Tag später starb der schwer verletzte Schweizer im Krankenhaus.
Das Zeitfahren zwischen St. Gallen und Abtwil verlief am Sonntag ohne größere Zwischenfälle. (dpa/tf)

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