Werdende und frischgebackene Mütter in schwierigen Situationen sollen künftig besser begleitet werden

<p>Werdende und frischgebackene Mütter in schwierigen Situationen sollen künftig besser begleitet werden</p>
Illustrationsbild: dpa

Mütter, die sich in finanziellen, psychischen oder sozialen Schwierigkeiten befinden, scheinen in Belgien immer noch regelmäßig auf der Strecke zu bleiben: Etwa vier Prozent der werdenden Mütter haben nicht die empfohlene Mindestzahl an Vor- und Nachsorgeuntersuchungen erhalten. Drei Prozent der werdenden Mütter haben in den entscheidenden ersten 20 Schwangerschaftswochen nicht ein einziges Mal einen Frauenarzt oder eine Hebamme aufgesucht.

Einigen Studien zufolge haben zudem 20 bis 25 Prozent der werdenden oder frischgebackenen Eltern mit psychischen Problemen aufgrund von Schwangerschaft oder Geburt zu kämpfen.

Das Landesinstitut für Kranken- und Invalidenversicherung (Inami) soll nun bis zum Ende des Jahres einen vollständigen „multidisziplinären perinatalen Versorgungspfad“ ausarbeiten.

Oberste Prämisse wird sein, die Zielgruppe zunächst zu erreichen und den Zugang zu diesem Pfad, von der prä- bis zur postnatalen Phase, sicherzustellen. Die Leistungserbringer erhalten zusätzliche Schulungen und Informationen, um Mütter in schwierigen Situationen zu erkennen und dafür zu sorgen, dass sie eine maßgeschneiderte Betreuung erhalten. Außerdem wird die neue Position eines Betreuungskoordinators geschaffen – eine Vertrauensperson, die, in Absprache mit der Mutter, dafür sorgt, dass alle Schritte des Pfads eingehalten werden. (belga/sue)

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