Demokratie in Gefahr – auch in Ostbelgien

<p>Die Demokratie ist in Gefahr. Und zwar in ganz Belgien, wenn nicht sogar in ganz Europa.</p>
Die Demokratie ist in Gefahr. Und zwar in ganz Belgien, wenn nicht sogar in ganz Europa. | IllustrationsFoto: dpa

Fast zeitgleich mit den ernüchternden Zahlen aus Flandern, wo jeder Zweite anzweifelt, dass Belgien demokratisch regiert wird und wo die belgischen und europäischen Politiker nicht über ein 4/10 hinauskommen, wurde auch in Ostbelgien eine Erhebung

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Kommentare

  • Hauptsache, der ehemalige Chefredakteur des GE kann von sich behaupten, in der Beurteilung und Kommentierung zentraler Gesellschaft Herausforderungen (Hochwasserkatastrophe, Corona, Ukraine) immer richtig gelegen zu haben.
    Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen… Er könnte einen hilferufenden Vladimir Putin treffen.

  • Natürlich muss sich auch das Grenz-Echo irgendwie verkaufen, aber muss man dafür dem Pöbel-Zeitgeist nach dem Mund reden mit Schlagwörtern wie "Blindheit", "Unfähigkeit" und "Ohnmacht" in den ersten Zeilen, gefischt aus dem Sumpf der "Gegen-Alles"-Fraktion?

    Der Demokratie ist mit solcher aufgegriffener Rhetorik auch nicht gedient...

    Haben unsere Volksvertreter in den letzten Krisen der Welt und der Region nicht vielmehr bewiesen, dass sie gerade eben auch nie dagewesene Hochwasserkatastrophen, Pandemien und Kriegszeiten bewältigen und handhaben können?
    Wo wären wir hingegen, wenn all die anonym tippenden Schlauberger, die meinen, sie wüssten alles besser, an der Macht wären?
    Vom Virus dahingerafft, von Putin unterjocht und immer noch bis zum Hals unter Wasser.

  • Ähnlich wie dies Alexander Hezel feststellt, werden mir in dem Kommentar von Oswald Schröder zu viele Allgemeinplätze bedient. Für mich ist die Demokratie nicht in Gefahr, weil die ehrlich gemeinten Versuche, Lösungen für die sich häufende Krisen zu finden und durchzusetzen, die Menschen umtreibt. Sie ist vielmehr in Gefahr durch eine entartende Kommunikation und die Methode, diese auf dem medialen Marktplatz auszutragen. Bei Corona zum Beispiel sollte die Politik, gestützt durch die Wissenschaft, die Erfahrungen auswerten und sich auf eine neue Pandemie vorbereiten, um nächstes Mal Fehler nicht zu wiederholen. Oder hätten die Verantwortlichen die Kranken einfach dahinsiechen lassen sollen, so wie wir es mit den Dürre- oder Kriegsopfern in Afrika machen? Auch beim Hochwasser und beim Umweltschutz sollte man jetzt endlich an Prävention denken, nicht aber alle Maßnahmen nachträglich zerreden oder Schuldige suchen. Oder waren es der Opfer noch nicht genug. Ganz zu schweigen vom Vernichtungskrieg in der Ukraine. Sollten wir denn einfach das Volk durch einen Massenmörder und Kriegsverbrecher abschlachten lassen oder nicht doch lieber helfen, bevor es uns selbst an den Kragen geht. Oder ist es der Zerstörung noch nicht genug. Das ist übrigens schon passiert, denn unsere Gesellschaft ist ja offensichtlich dem Troll des Diktators, seit Jahren auf dem Vormarsch, bereits verfallen.
    Die Demokratie ist deshalb in Gefahr, weil die verbrecherischen und menschenfeindlichen Ideologien, Rassismus, Fremdenhass, Nationalismus oder Faschismus in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen sind und auch medial immer mehr salonfähig gemacht werden, sei es auch nur durch Relativieren oder durch Tolerieren und Ignorieren. Heute sind es vielleicht 20% oder 30% die Rechtsradikale wählen, morgen sind es 40% oder 50% und am Ende haben wir es nicht kommen sehen.

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