In der Eifel startet auf einer Landstraße ein Verkehrsversuch, um mit einer neuen Fahrbahnmarkierung Motorradfahrer zu einer sicheren Fahrt in Kurven anzuleiten. „Die rundlichen Markierungen in zwei Linkskurven sollen dafür sorgen, dass Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer diese an der rechten Seite umfahren“, teilte der Kreis Düren am Mittwoch mit.
Verkehrssicherheit für Motorradfahrer soll verbessert werden.
Die bundesweit einzigartige Markierung solle verhindern, dass Biker mit Kopf und Oberkörper auf die Gegenfahrbahn geraten. Zusammenstöße mit entgegenkommenden Fahrzeugen würden vermieden.
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) betonte, die Verkehrssicherheit für Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer solle verbessert werden.
„Durch die hier in der Eifel erstmalig erprobten Markierungen hoffen wir, einen Unfallschwerpunkt nachhaltig in den Griff zu bekommen“, sagte er.
Das Verkehrsministerium begleitet den Versuch. Die rundlichen Markierungen sollen bewirken, dass Motorradfahrer die Kurve nicht schneiden.
Verkehrsexperten der RWTH Aachen begleiten den Versuch.
Die Eifel mit ihren kurvenreichen Straße ist beliebt bei Motorradfahrern. Schauplatz der Erprobung ist die von Serpentinen geprägte „Panoramastraße“ L218 zwischen Hürtgenwald und Niedecken im Kreis Düren.
Vor allem während der Motorradsaison komme es hier immer wieder zu schweren Zusammenstößen, erklärte der Kreis. Die Parkplätze sind beliebte Treffpunkte von Biker-Gruppen. Oft brettern die Motorradfahrer mehrmals die Straße hinunter.
Der Versuch auf dem Teilstück der Landstraße wird von Verkehrsexperten der RWTH Aachen begleitet und ausgewertet. Für die Untersuchung zeichnen Wärmebildkameras das Fahrverhalten auf, ohne dass personenbezogene Daten erhoben werden. Damit soll festgestellt werden, ob die Markierung eine Verhaltensänderung bewirkt.
Die Landstraße 218 zwischen Vossenack und Schmidt in der Eifel ist aufgrund ihrer kurvigen Strecke als Panoramastraße bekannt und bei Motorradfahrern beliebt. Sie dient als Durchfahrtstrecke für Eifeltouren und ist ein beliebter Fotospot und Treffpunkt für Zeitfahrten und Straßenrennen. In den letzten zwei Jahren gab es 34 Unfälle auf dieser Straße, wobei 28 Unfälle Motorräder betrafen, wie die Aachener Zeitung berichtet. Dies stellte sowohl ein Problem für die Verkehrssicherheit als auch eine Lärmbelastung für die Anwohner dar.
Die Polizei kontrolliert viel in der Gegend und filmte auch teils halsbrecherische Fahrten. Inzwischen wurden Parkplätze an der L218 abgesperrt. In diesem Jahr habe es in den Eifelgemeinden, bislang nur vier Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Kradfahrenden gegeben, berichtete die Polizei im Kreis Düren. Unfallhäufungen seien aktuell für 2023 noch nicht feststellbar. (dpa/sue)

Kommentare
Sehr gute Initiative, aber hat das Grenz Echo auch noch andere Themen zu liefern? Wie sieht es aus mir der neutralen Berichterstattung vom Weltgeschehen ?
Wenn der MP der DG etwas Neues veröffentlicht sind BRF und GE ohne kritischen Kommentar dabei !
Kommentar verfassen
1 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren