Sportlich hatte Garcia die ihm gesetzten Ziele erreicht. Belgien sicherte sich den Klassenerhalt in der höchsten Liga der Nations League, qualifizierte sich für die Weltmeisterschaft und erreichte dort das Viertelfinale.
Dennoch hatte sich in den vergangenen Wochen abgezeichnet, dass es keine weitere Zusammenarbeit geben würde. Nach Medienberichten war das Verhältnis zwischen Garcia und dem Verband zunehmend belastet. Kritisiert wurden unter anderem häufig wechselnde Aufstellungen, mangelnde Kontinuität im Spiel, sein Auftreten während Länderspielen sowie Spannungen mit Mitarbeitern des Verbandes. Auch aus der Mannschaft soll es entsprechende Signale gegeben haben. Sportdirektor Vincent Mannaert sei deshalb zu dem Schluss gekommen, dass es keine ausreichende Grundlage für eine Vertragsverlängerung gebe, wie die flämische Zeitung „Het Laatste Nieuws“ (Online-Ausgabe) schreibt.
Rudi Garcia hatte die Roten Teufel Anfang 2025 nach dem enttäuschenden EM-Aus und einer schwachen Nations-League-Saison von Domenico Tedesco übernommen. Trotz der sportlich erreichten Ziele verliefen zahlreiche Spiele jedoch holprig, zudem sorgten öffentliche Kontroversen immer wieder für Unruhe. Nun beginnt für den belgischen Fußballverband die Suche nach einem Nachfolger. Viel Zeit bleibt dafür nicht: Bereits Ende September startet Belgien mit Spielen gegen Italien, Frankreich und Deutschland in die neue Nations-League-Saison. Als möglicher Kandidat wird unter anderem der Niederländer Mark van Bommel gehandelt, der mit Antwerp das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg gewonnen hatte. (sc)

Kommentare
.. wer kommt schon mit diesem Vorstand zu recht....
Kommentar verfassen
1 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren