Belgiens größter Offshore-Windpark liefert ab sofort Strom


Belgiens Küste gehört nicht zu den längsten Europas, und trotzdem wurde dort nun der größte Offshore-Windpark des Landes in Betrieb genommen – zumindest zum Teil. Denn von den 44 Windrädern, die knapp 23 Kilometer vom Strand in Zeebrügge entfernt stehen, produzieren zurzeit „nur“ vier Anlagen Strom – acht weitere Stahltürme sind aber bereits funktionstüchtig und warten auf ihren Einsatz.

Bis zum Ende des anstehenden Sommers soll „Norther“ Strom für rund 400.000 Haushalte produzieren. Das ist aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Denn wenn in der Nordsee alle 44 Turbinen drehen, können sie satte 1,3 Millionen Haushalte mit Strom versorgen.

„Der Park trägt damit aktiv zu den belgischen Klimaschutzzielen 2020 bei“, äußerte sich der Projektverantwortliche Thierry Aelens bei der Einweihung der ersten vier Anlagen: „Mit diesem Projekt macht Belgien einen großen Schritt, um die Reduzierung der CO2-Emissionen voranzutreiben.“

<p>Ostendes Bürgermeiser Bart Tommelein (links) und Thierry Aelens (rechts) drückten zum Start den symbolischen roten Knopf.</p>
Ostendes Bürgermeiser Bart Tommelein (links) und Thierry Aelens (rechts) drückten zum Start den symbolischen roten Knopf. | belga

Worte, denen der Bürgermeister von Ostende, Bart Tommelein, nur beipflichten konnte. „Je mehr erneuerbare Energien wir produzieren, desto weniger müssen wir uns auf umweltschädliche Technologien stützen. Gleichzeitig schafft die Offshore-Wirtschaft Arbeitsplätze, und das nicht nur beim Bau der Anlagen, sondern auch im Anschluss daran. Ein Beweis dafür, dass Nachhaltigkeit und Ökonomie Hand in Hand gehen können“, gab der OpenVLD-Politiker zu verstehen.

Übrigens: Neben „Norther“ stehen in der Nordsee derzeit fünf weitere Offshore-Windparks, die Belgien mit Strom versorgen. Bis 2020 soll die Zahl der Windparks sogar auf neun ansteigen. (belga/calü)

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