EU-Vize auf Klimagipfel: Besser kein Ergebnis als schlechtes Ergebnis

<p>EU-Kommissionsvize Frans Timmermans während der COP27-Klimakonferenz in Sharm el-Sheikh.</p>
EU-Kommissionsvize Frans Timmermans während der COP27-Klimakonferenz in Sharm el-Sheikh. | Foto: afp

Man sei sehr besorgt über einige Positionen in den Verhandlungen, die sich über die Nacht in die Länge gezogen haben. Man werde bis zum Ende um eine Einigung ringen, sei aber notfalls auch bereit, ohne eine Erklärung aus der Konferenz zu gehen. „Lasst uns aber sicherstellen, dass wir ein gutes Ergebnis bekommen.“

Der EU sind ambitionierte Formulierungen wichtig, die die dringend notwendige Eindämmung des Klimawandels vorantreiben. „Wir können nicht akzeptieren, dass das 1,5-Grad Ziel hier und heute stirbt“, sagte der Klimaschutz-Kommissar mit Blick auf die international vereinbarte Grenze, die man einhalten will, um katastrophalste Folgen der Erderwärmung abzuwenden.

Besonders strittig ist auf der Klimakonferenz die Einrichtung eines Finanztopfs für Klimaschäden. Die EU ist hier offen für eine Einigung, allerdings nur unter der Bedingung, dass die Gelder nur ärmeren, besonders bedrohten Ländern zugutekommen und an ehrgeizigere Klimaschutzmaßnahmen gebunden sind.

„Wenn man nicht genug tut, um Emissionen zu reduzieren und das 1,5-Grad-Ziel einzuhalten, kann kein Geld der Welt mehr das Leid lindern, das durch Naturkatastrophen entstehen wird“, warnte Timmermans. Das sehe man heute schon, aber diese Katastrophen würden exponentiell zunehmen, wenn man den Ausstoß von Treibhausgasen nicht ernsthaft eindämme. (dpa/jod)

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