[Video] Feuer in der Kelmiser Heide - „Wir wollten kein Risiko eingehen“

<p>In Kelmis hat es am Mittwochabend einen größeren Feuerwehreinsatz gegeben.</p>
In Kelmis hat es am Mittwochabend einen größeren Feuerwehreinsatz gegeben. | Foto: Alexander Stärk

Laut dem diensttuenden Zonenkommandanten Francis Cloth wurde der Brand gegen 21.30 Uhr über die Leitstelle gemeldet. Die Wehrleute rückten mit insgesamt neun Fahrzeuge aus, forderten aber noch zwei weitere zur Verstärkung an. Schließlich stieß auch noch ein sogenannter Schaumwagen hinzu.

Eine Rauchsäule hatte sich vorab meterhoch in den Himmel erhoben. Beißender Gestank breitete sich in der Umgebung des Brands aus. Anwohner wurden daher gebeten, die Fenster ihrer Wohnhäuser geschlossen zu halten. Da das Gebäude laut dem Bewohner unter anderem Gas-, Sauerstoff- und Acetylenflaschen beherbergte, ließ die Feuerwehr äußerste Vorsicht walten. Zeitweise wurden einige umliegende Häuser sogar evakuiert.



Auch bei den Löscharbeiten gingen die Wehrleute laut Francis Cloth auf Nummer sicher: „Wir wollten kein Risiko eingehen. Wir wissen ja nicht genau, was sich noch alles in dem Gebäude befinden könnte.“ Es sei zu gefährlich, das Innere des Gebäudes zu betreten, weshalb von außen mit Wasser – später auch mit Schaum – gelöscht wurde.



Die Wehrleute trugen bei der Arbeit Sauerstoffmasken und -flaschen, was eine hohe Personalrotation erforderte. „Die Leute brauchen Pausen. Jedes Team arbeitet nur 20 Minuten am Stück. Daher brauchen wir hier viele Leute“, erklärte Francis Cloth gegenüber dem GrenzEcho. Die verwinkelte Lage des Gebäudes verkomplizierte den Einsatz zusätzlich.

Mitarbeiter des Betreibers Ores haben indes die Stromzufuhr zu der Werkhalle gekappt.

Francis Cloth teilte mit, dass vorsichtshalber ein kleines Team wahrscheinlich die Nacht vor Ort verbringen werde, um den Brandort im Auge zu behalten.

Immerhin eine gute Nachricht: Niemand wurde verletzt. Das Gebäude erlitt allerdings erheblichen Schaden. Der Bewohner, der noch rechtzeitig aus dem Inneren gelangte, kam bei Verwandten unter. Die genauen Umstände des Brands sind noch unklar.

(sue/nawi)

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