Das „Ruder in der Hand“ in der Gemeinde Kelmis

Eine Einschätzung über den zweiseitigen Gesamtbericht im GrenzEcho vom vergangenen Samstag, 23. April 2022, würde den Umfang dieses Leserbriefes sprengen, wenn ich all meinen Gedanken freien Lauf ließe. Daher beschränke ich mich hier im Wesentlichen, auf eine Zusammenfassung meiner Eindrücke.

Ich gratuliere der Redakteurin Wimmer für ihre beeindruckende Art, wie sie ihr Gespräch mit Bürgermeister L. Frank über den Bericht der Firma BDO (La Hulpe) zur Lage der Gemeinde verfasst hat. Dadurch konnten den Lesern Ostbelgiens endlich – entgegen den subjektiven Meinungen der längst bekannten, kritisierenden und wiederkehrenden Leserbriefschreibern – viele sachliche Informationen vermittelt werden.

Als Eifler, halte ich mich regelmäßig im Süden der DG auf. Es wird mir langsam lästig, dort den GE-Lesern, überdrüssige Erläuterungen über die Meckerstimmen des hiesigen Gemeinderats geben zu müssen. Es stimmt einfach nicht, dass die Kelmiser Bevölkerung sich wie in der Hölle fühlt.

Die in drei Farben (schwarz, blau und grün) – eingefügten Hintergrund -Stellungnahmen von Oppositionsmitgliedern des jetzigen Gemeinderats sind in der o.e. Berichterstattung zum Teil widersprüchlich.

Der Eine kritisiert den Zugriff auf außenstehende Beratungen der Gemeinde, welches sich jedes private und öffentliche Management in der Wirtschaft leistet um erfolgreich zu sein; der Andere kritisiert nebelhaft, die unkontrollierte Entwicklung des ordentlichen Haushalts und der Dritte behautet im Allgemeinen, die Mehrheit hätte in ihrer Finanzpolitik versagt.

Diese subjektiven Darlegungen kann man vergleichen mit dem vergangenen Präsidentschaftswahlkampf in Frankreich und den Floskeln der französischen Kandidatin Marine Le Pen. Diese hat im Spiegel der Regierungszeit von E. Macron in den letzten drei Wochen, unablässig Vorwürfe über die Regierung ihres Rivalen losgelassen, ohne jedoch den potentiellen Wählern, eine eigene, glaubwürdige Alternative zu Macron, für die Zukunft vorzustellen. Die Koalition der Kelmiser Regierungsmannschaft CSP/SP leistet gute Arbeit.

Übrigens steht in Kelmis – historisch bewiesen – die Wiege aller strukturierten Arbeits- und Sozialbewegungen des gesamten Verwaltungsbezirks Verviers, die dem Gemeinwohl seit dem Krieg, immer gedient haben.

Kelmis ist ein altes Schiff… das aber nicht untergehen wird.

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