Zusatzimpfung für immungeschwächte Personen

<p>Zum Einsatz kommen dabei die mRNA-Impfstoffe von Pfizer und Moderna, auch wenn vorher ein anderer Impfstoff verabreicht wurde.</p>
Zum Einsatz kommen dabei die mRNA-Impfstoffe von Pfizer und Moderna, auch wenn vorher ein anderer Impfstoff verabreicht wurde. | Illustration: Photo News

Immungeschwächte Personen seien nach ihrer Basisimpfung (eine oder zwei Dosen) eventuell nicht ausreichend gegen einen schweren Verlauf von Covid-19 geschützt, teilt das Ministerium mit. „Deshalb wurde ihnen im September 2021 bereits eine Zusatzdosis angeboten, welche als Teil der Basisimpfung anzusehen ist.“ Nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen empfehle der Hohe Gesundheitsrat Belgiens ein neues Impfschema für immungeschwächte Personen, um die Immunantwort dieser Personen zu verbessern.

Ab diesem Monat werde immungeschwächten Menschen deshalb eine erneute Zusatzdosis, frühestens 3 Monate nach der letzten Injektion, angeboten. Zum Einsatz kommen dabei die mRNA-Impfstoffe von Pfizer und Moderna, auch wenn vorher ein anderer Impfstoff verabreicht wurde.

Wann beginnen die Impfungen?

Ab dem 9. Februar werden Personen mit einer Immunschwäche aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft für eine Zusatzdosis eingeladen. Die Einladungen erfolgen innerhalb der Personengruppe von alt nach jung. Es gilt eine minimale Wartezeit zwischen der letzten Impfung und der Zusatzimpfung. Diese beträgt 3 Monate, weshalb aktuell 900 von 2000 betroffenen Personen eingeladen werden.

Welche Personen sind betroffen?

Bei den Personen mit verminderter Immunität handelt es sich um Patienten ab 12 Jahren mit:

• angeborenen Immunstörungen

• chronischer Nierendialyse

• Entzündungskrankheiten, die mit Immunsuppressiva behandelt werden

• Blutkrebs oder anderen bösartigen Tumoren, die aktiv behandelt werden oder in den letzten 3 Jahren behandelt wurden

• Patienten vor der Transplantation, Stammzellentransplantierte und Organtransplantierte

• HIV-Patienten mit einer CD4-Zellzahl unter 200 pro mm³ Blut

Auf Empfehlung der Gesundheitsexperten werden auch Menschen mit einem Down-Syndrom zu dieser Zusatzimpfung eingeladen.

Wie wurde die Liste dieser Personengruppe erstellt?

Um die Listen der immungeschwächten Personen zu erstellen, wurden im September 2021 Daten aus verschiedenen Quellen zusammengeführt:

• Krebsregister

• Versicherungsträger (Krankenkassen)

Wo findet die Impfung statt?

Die zusätzliche Impfung wird größtenteils in den Impfzentren durchgeführt.

Ausgenommen hiervon sind:

• bettlägerige Personen und/oder Personen mit strengen medizinischen Indikationen, die ihren Wohnort unter normalen Bedingungen nicht verlassen können.

• alle chronischen Nierendialysepatienten. Sie werden im Dialysezentrum unter der Koordination des behandelnden Arztes/Nephrologen geimpft.

Sollten Bürger Fragen zur Notwendigkeit einer weiteren Zusatzimpfung haben, können sie sich an Ihren Haus- oder Facharzt wenden. Für allgemeine Informationen rund um Corona und die Impfung: www.ostbelgiencorona.be , für die Vermittlung zu Spezialisten oder anderen Ansprechpartnern sowie zur Vereinbarung von Impfterminen steht zudem die Impfhotline des Ministeriums montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr (außer an Feiertagen) sowie samstags und feiertags von 9 bis 15 Uhr zur Verfügung: 0800/23032. (red/sc)

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