Die unter anderem von Andre Greipel (D/Israel Start-Up Nation) inszenierte einminütige Protestaktion, bei der keine Statements abgegeben wurde, war aber wenig beeindruckend, da offensichtlich keine Einigkeit im Peloton bestand und auch nicht alle informiert waren.
Anschließend nahm das Peloton seine Fahrt auf, zehn Kilometer lang allerdings in sehr gemäßigtem Tempo, einem Schnitt, der unter 30 km/h lag.
„Ich bin nicht zornig, sondern traurig, das wir unseren Sprinter Caleb Ewan verloren haben“, meinte Ex-Weltmeister Philippe Gilbert (Lotto-Soudal) vor dem Etappenstart gegenüber dem französischen Fernsehsender France 3. „Ich bin aber trotzdem der Überzeugung, dass eine frühere Zeitnahme Stürze hätte verhindern können.“
Dass es am Montag zu so vielen Stürzen gekommen sei, führte Gilbert auf ein Zusammenwirken mehrere Faktoren zurück. „Zum einen ist die Tour de France zum Opfer des eigenen Erfolgs geworden. Die Tour ist ein so wichtiges Rennen geworden, dass fast alle andere Rennen außer der WM dahinter verschwinden. Dadurch entsteht aber ein enormer Druck auf die Fahrer, die Teams und die Sponsoren.“ Doch das sei nicht alles: „Der Parcours der dritten Etappe war nicht angepasst für eine Etappe in dieser Phase der Tour.“
Besonders schwierig sei die Situation für sein Lotto-Soudal-Team: „Nach dem Ausfall unseres Sprinters Caleb müssen wiruns neu ausrichten. Dafür hatten wir aber nur wenige Stunden.“

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