Alle 16- und 17-Jährigen in der DG erhalten in den kommenden Tagen eine Impfeinladung

<p>Alle 16- und 17-Jährigen in der DG erhalten in den kommenden Tagen eine Impfeinladung</p>
Illustrationsfoto: picture alliance/dpa/dpa-tmn

Vor Beginn der Urlaubszeit und um eine vierte Welle im Herbst zu vermeiden, möchte die Deutschsprachige Gemeinschaft nun an das Impfangebot erinnern. „Die indische Variante ist auf dem Vormarsch und leider hoch ansteckend. Jede Person, die sich und andere durch den Impfstoff schützen möchte, soll die Gelegenheit dazu bekommen, das zählt auch für die Zielgruppe der 16- bis 17-Jährigen“, betont Antonios Antoniadis.

Der Hohe Rat für Gesundheit habe eine positive Stellungnahme für den Impfstoff von Pfizer/Biontech abgegeben. „Das könnte in Zukunft auf andere Impfstoffe ausgeweitet werden, wenn die Europäische Arzneimittelbehörde die Zulassung erteilt. Im Moment ist aber in der DG der Pfizer-Impfstoff für diese Zielgruppe vorgesehen“, so der Minister.

Antonios Antoniadis betont, dass es eine Rechtsgrundlage für das Impfangebot an Personen in dieser Altersklasse gibt. Artikel 12 der Internationalen Konvention über die Rechte des Kindes besage, dass "jedes Kind, das fähig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden, das Recht hat, diese Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten frei zu äußern. Die Fähigkeit, sich eine eigene Meinung zu bilden, bedeutet, seine Verantwortung und die Konsequenzen seiner Entscheidungen zu verstehen.“

Nach dem Patientenrechtegesetz werde zudem davon ausgegangen, dass prinzipiell jeder Jugendliche im Alter von 16 oder 17 Jahren in der Lage ist, selbst zu entscheiden, ob er zur Impfstelle gehen möchte oder nicht. Die Zustimmung eines Erziehungsberechtigten sei daher für eine Impfung nicht erforderlich. Außerdem könnten diese die Jugendlichen auch nicht zwingen, sich impfen zu lassen.

„Für den Fall, dass sich die jungen Leute Fragen in Bezug auf die Impfung, den Impfstoff oder eventuelle Nebenwirkungen stellen, wurde der Einladung bereits ein FAQ beigefügt. Für weitere Informationen stehen natürlich die Mitarbeiter der Corona-Hotline sowie die Hausärzte zur Verfügung“, erklärt Antoniadis. Auch für diese Zielgruppe gelte wie für jede andere: Die Impfung ist nicht verpflichtend und kostenlos, heißt es abschließend.

Gegenüber dem GrenzEcho erklärte Antonios Antoniadis, dass die Resonanz in der Altersgruppe der jungen Volljährigen derzeit noch relativ verhalten sei. Dies bereite ihm Sorgen. Schließlich könne das Virus auch junge Menschen treffen, wenngleich in seltenen Fällen. Zudem könne man derzeit nicht sagen, welche Virus-Varianten im Sommer beziehungsweise Herbst in Belgien kursieren würden. In den Augen des Ministers ist es daher wichtig, das junge Menschen das Impfangebot annehmen. Gleichwohl betonte Antoniadis, dass der etwas schleppende Verlauf der Impfungen in der jungen Generation in Teilen auch darauf zurückzuführen sein könnte, dass die Einladungen erst vor wenigen Wochen versendet wurden.

Dennoch: Ein Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt, dass beispielsweise bei den Altersgruppen der zu einer Impfung eingeladenen 20- bis 29-Jährigen im Norden der DG nur etwa 50 Prozent einen Termin gemacht haben. Im Süden sind es derer 39 Prozent. Dies sei wohlgemerkt die Reservierungsquote, von der sich jedoch auf eine ausbaufähige Impfbereitschaft schließen lasse, so Antoniadis. Daher wolle die DG eine gezielte Öffentlichkeitskampagne starten. (red/svm)

Kommentare

  • Unser Herr Gerhard Schmitz, wenn er nicht die Leute wild machen würde mit seinem Geschreibe, zudem gibt er selbst zu das es Gerüchte sind, müsste man einfach nur lachen. Aber unter uns der Herr Gerhard Schmitz hat kurz gesagt an einen an der (belgisches Nationalgebäck das man in Brüssel in allen Variationen kaufen kann).......................................ein Schelm der jetzt an Waffeln denkt ;-)

  • Sehr geehrter Herren Hezel und Markens,

    Da Schwangerschaften im Schnitt 40 Wochen dauern, die ersten Impfungen aber gerademal vor 25 Wochen verabreicht wurden, ist bis heute noch kein einziges Baby einer geimpften Mutter bzw. geimpften Vaters geboren worden, also ist Ihr Argument, dass „bereits millionenfach geimpft wurde und nichts dergleichen eingetreten sei“, nicht hilfreich. Erstaunlicherweise gehen Sie mit keinem Wort auf die diesbezüglichen Tierversuche ein, die tatsächlich einen Rückgang der Fruchtbarkeit („overall pregnancy index“) um 10% belegen. Dass COVID-19, bzw. die Impfung laufende Schwangerschaften wenig oder stark beeinträchtigt, sagt nur indirekt etwas über die Fruchtbarkeit aus. Deswegen hatte ich ja vorgeschlagen, dass Minister Antoniadis die Daten beschaffen sollte bzgl. der Empfängnis von bereits geimpften Eltern, um zu schauen, ob diese sich von denjenigen der ungeimpften Eltern unterscheiden.

    Die theoretische Herleitung, dass die Spike-Proteine die Fruchtbarkeit gar nicht beeinträchtigen „können“, mag ja in sich schlüssig klingen, nur Medizin ist nun mal keine exakte Wissenschaft, wie z.B. Mathematik, und benötigt daher Versuchsreihen, um eine These zu erhärten oder zu widerlegen. Und in diesem Falle sprechen die Tierversuche halt eine andere Sprache, als die theoretische Herleitung.

    In Rahmen der klinischen Moderna-Studie kam es übrigens zu 6 Schwangerschaften unter den geimpften Probantinnen, was in Anbetracht der Zulassungskriterien überrascht, siehe Seite 80/169:

    "Weibliche Teilnehmerinnen im nicht-gebärfähigen Alter und weibliche Teilnehmerinnen im gebärfähigen Alter, die die folgenden Kriterien erfüllen:
    - Negativer Schwangerschaftstest beim Screening und am Tag der ersten Dosis (Tag 1).
    - Mindestens 28 Tage vor der ersten Dosis (Tag 1) eine adäquate Empfängnisverhütung praktiziert oder auf alle Aktivitäten verzichtet, die zu einer Schwangerschaft führen könnten.
    - Bereit erklärt, eine angemessene Empfängnisverhütung bis 3 Monate nach der zweiten Dosis (Tag 29) fortzusetzen.
    - Stillt derzeit nicht."

    Des Weiteren fällt im fraglichen Bericht auf, dass Moderna zum einen zwar etliche Langzeigstudien u.a. die Nebenwirkungen bei zum Zeitpunkt der Impfung bereits schwangeren Frauen plant, deren abschließende Ergebnisse z.T. erst 2025 vorliegen sollen, aber dass andererseits die Fruchtbarkeit nicht in die Liste der zu untersuchenden Themen aufgenommen wurde.

  • Danke Alexander Hezel und Erik Markens!

    Herrn Schmitz geht es bei seinem Feldzug gegen die Eindämmung der „Pandemie“
    (der angeblichen Pandemie, seinen Äußerungen zufolge) ja nicht darum, Zweifel zu zerstreuen, indem er den Minister wiederholt auffordert, seine rhetorischen Fragen zu beantworten. Es geht ihm darum, Zweifel zu sähen, die Menschen zu desinformieren und zu manipulieren.

    Dazu ist ihm jede auch nich so dubiose Internetquelle recht.

    Hat man eine seiner von fragwürdigen Quellen abgeschriebenen Theorien widerlegt, bietet das Netz ihm täglich neue Ansatzpunkte, seiner querulanten Strategie neue Nahrung zu geben.

    Wenn die Aussagen zum Thema Spike-Protein eines Dr. Bridel entkräftet wurden sucht man sich halt einen neuen „Außenseiter-Wissenschaftler“, der auf einer der zahllosen Verschwörungsplattformen ins Scheinwerferlicht gerückt wird.
    Und wie die Motten aufs Licht, stürzen sich die Querdenker auf jeden Lichtstrahl, der ihr von Bestätigungsfehlern geprägtes Bild beleuchtet.

    Herr Schmitz ist das Paradebeispiel dafür, dass Intelligenz nicht gleichbedeutend ist, mit Klugheit.
    Mit gesellschaftlich verantwortungsbewusstem Handeln schon gar nicht.

  • Jugendlichen von 17-18 Jahren, die schwer unter der Gesundheitskrise gelitten haben, mit Gerüchten (!)(Wortlaut Schmitz) über Unfruchtbarkeit Angst vor einer Impfung zu machen, obwohl bereits millionenfach geimpft wird und nichts dergleichen eingetreten ist, auf eine solche Niederträchtigkeit muss man erstmal kommen...

  • Ach, Herr Schmitz... Hätten Sie etwas tiefer gegraben als nur bis zur Oberfläche des Sumpfes aus "Gerüchten" (Zitat Schmitz) und "Fehlinformationen und Verschwörungstheorien" (Zitat Uniklinik Jena) , wären Sie auch auf entsprechendes Material gestoßen.

    Kern der Sorgen (die übrigens meistens von totalen Laien verbreitet und thematisiert werden, wie so vieles heutzutage) ist ja das Spike-Protein und befürchtete Überschneidungen und Kreuzreaktionen mit Proteinen der Placenta. Nun liegen aber auf der Oberfläche des Proteins zwar Ähnlichkeiten vor, die aber nicht ausreichend für eine Verwechslung sind, zumal diese im Inneren der gefalteten Aminosäuren-Sequenz liegen. Relevant sind in erster Linie nur die äußeren Ketten und hier gibt es praktisch keine Überschneidungen.

    Zu den Zahlen: Naja, oftmals wird von den Kritikern so getan, als sei das Spike-Protein nur Teil der Impfung. Das ist Blödsinn, denn bei einer Infektion mit Covid-19 gelangt das Spike-Protein auch in den Körper. Ergo müssten alle, die sich (egal ob mit symptomatischem oder asymptomatischem Verlauf) infiziert haben, mittlerweile unfruchtbar sein. Wenn ich mir den exponentiellen Anstieg der Geburtenrate als Folge der Pandemie anschaue, sieht es nicht wirklich danach aus.
    Aber belastbare Zahlen gibt es natürlich auch: Eine US-amerikanische Studie stellte in allein einer Erhebung 14.000 Geburten fest, deren Mutter Covid-19 hatten. Sehr eigenartig, denn bei einer Kreuzreaktion mit Placenta-Proteinen wäre es entweder gar nicht zur Schwangerschaft gekommen oder zu erheblichen Komplikationen auf Seiten des ungeborenen Kindes, die bis hin zum Kindstod reichen würden.

    In den klinischen Studien von BioNTech-Pfizer sind zufällig während der Studien 23 Frauen schwanger geworden, davon 12 Geimpfte, 11 aus der Kontrollgruppe. Schenkt sich also auch nichts...

    Viele spielen ja immer gerne die Prozentzahlen gegeneinander aus (auch Sie, Herr Schmitz), um eine Pandemie zu leugnen und das Virus zu verharmlosen. Dann lassen Sie uns mal auf Verläufe während der Schwangerschaft blicken: Die OEGGG in Österreich stellte fest, dass 15% (!!) der Infizierten Mütter intensivmedizinisch behandelt werden mussten – nicht nur vorsorglich, sondern wegen Lungenentzündungen, schweren Verläufen,... Im Vergleich: Bei nicht-schwangeren Frauen 5,3%. Zudem ein 17% höheres Risiko einer Frühgeburt im Falle einer Infektion.

    Diese letzten, belastbaren Statistiken stehen in keinem Verhältnis zu den (noch nicht vollständig belastbaren, aber mindestens richtungsweisenden) Fallzahlen der geimpften Schwangeren. Auch laufen ja gegenwärtig Studien mit Schwangeren.

    Überhaupt ist es noch immer die freie Entscheidung jedes Einzelnen.

  • Sehr geehrter Herr Antoniadis,

    Bevor Sie den ganz jungen Menschen die Impfung ans Herz legen, sollten Sie das Gerücht, dass die mRNA-Impfstoffe zu Unfruchtbarkeit führen könnten, auf belastbare Weise entkräften.

    Ich bin auf der Suche nach diesbezüglichen Antworten auf den Faktencheck der deutschen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gestoßen.

    Zum einen kann man lesen, dass „die verfügbaren COVID-19 Impfstoffe an Erwachsenen – auch Frauen mit Kinderwunsch – getestet und für sicher und wirksam befunden wurden“, und zum anderen dass „alle bisherigen Daten zeigen, dass die Impfstoffe keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben.“

    Soweit ich mich erinnere war diese Personengruppe bei den Zulassungs-Studien von Biontech/Pfizer und Moderna ausgeschlossen. So erklärt sich auch, dass in den veröffentlichen Berichten der EMA, auf die verwiesen wird, ausschließlich die durch die Impfung nicht beeinträchtigte Fruchtbarkeit von Ratten ins Feld geführt wird. Nichtsdestotrotz hatte Moderna einen Rückgang von etwa 10% des Gesamtträchtigkeitsindizes bei mRNA-geimpften weiblichen Ratten im Vergleich zu den Kontrolltieren beobachtet. Also ist es schlicht und ergreifend falsch, dass die Impfstoffe laut Studien KEINEN Einfluss auf die Fruchtbarkeit hätten. Des Weiteren wurden die Rattenmännchen wohl nicht geimpft, sprich die Wirkung auf die männlichen Fortpflanzungsorgane erst gar nicht untersucht.

    Ich frage mich schon, warum z.B. die Gesundheitsminister nicht einfach Daten bzgl. aktueller problemloser Schwangerschaften von geimpften werdenden Eltern anführen. Derlei Daten müssten doch vom RKI, Sciensano, EMA, CDC abgefragt bzw. im Auge behalten werden. Insbesondere in UK, USA und Israel müssten solche Informationen doch massenweise vorliegen. Das würde die jungen Frauen und Männer eher beruhigen, als der Verweis auf Rattenversuche.

    Herr Antoniadis, könnten Sie also derlei Daten beschaffen, bevor Sie den ganz jungen Menschen diese Impfung empfehlen?

    Quellen:

    https://report24.news/dr-roger-hodkinson-warnt-spike-proteine-machen-bei...

    (https://www.infektionsschutz.de/mediathek/fragen-antworten.html?tx_sschf...)

    https://www.ema.europa.eu/en/documents/assessment-report/covid-19-vaccin...

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