Immer weniger Menschen harren auf den Ägäis-Inseln aus

<p>Lesbos ist die drittgrößte Insel Griechenlands – und die Heimat von zahlreichen Flüchtlingen.</p>
Lesbos ist die drittgrößte Insel Griechenlands – und die Heimat von zahlreichen Flüchtlingen. | Foto: dpa

Nach jüngsten Angaben des Migrationsministeriums lebten am 6. April nur noch rund 9.600 Menschen auf diesen Inseln. Im April 2020 lag die Zahl noch bei gut 40.000 Menschen. Dies berichtete das Staatsfernsehen ERT am Dienstag.

Fast täglich bringt Athen Migranten, die augenscheinlich Asyl bekommen werden, zum Festland und entlastet damit die Inseln. Meist handelt es sich um unbegleitete Kinder, Familien und ältere sowie kranke Menschen. Die konservative griechische Regierung hat die Asylverfahren beschleunigt und zusätzliches Personal eingestellt. Im viel kritisierten Zeltlager von Mavrovouni (auch Kara Tepe) ist die Zahl der dort lebenden Menschen deutlich zurückgegangen. Zurzeit harren dort noch knapp 5.800 Migranten aus. Die Aufnahmekapazität dieses Registrierlagers liegt bei 8.000 Plätzen. Die Lager auf Kos und Leros sind sogar fast leer. Dort leben jeweils 79 und 81 Menschen, teilte das Migrationsministerium mit.

Die griechische Küstenwache überwacht zudem die Seegrenzen zur Türkei scharf. Humanitäre Organisationen werfen Athen vor, illegale Zurückweisungen in die Türkei, sogenannte Pushbacks, zu erlauben. Dies bestreitet die Regierung in Athen. (dpa/calü)

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