„Spitze Ecke“ im GrenzEcho

Ja! Leo, du hast recht: „Die spitze Ecke“ ist einmalig und nicht zu toppen. Nun, ich finde im Gegensatz zu dir, lieber Freund Leo, auch die spitze Ecke der letzten Samstagsausgabe des GrenzEcho „einmalig super!“. Endlich bringt es einer auf den Punkt, dass alles sich über Jahrzehnte nach Eupen hin zentralisiert hat...

Immer Eupen! Schon als Jugendlicher keimte in mir ein erstes Unbehagen auf, als die Dorf-Feuerwehren aufgelöst wurden, nur um in Eupen eine große Schutzwehr zu errichten. Doch die Feuerwehren von heute sind mehr als nur eine Feuerlöschertruppe. Aber damals wurden für mich, nur wegen der Verlagerung nach Eupen, viele Dorf-Feuerwehren und somit Dorfgemeinschaften wegrationalisiert (Deutschland hat die heute noch).

Oh, wie stolz war ich damals, dass mein Onkel Leo – wie viele andere Männer aus dem Dorf – in seiner, wie er sagte Feuerwehr, wie die anderen Vereine auch eine Dorfeinheit widerspiegelten. Es würde die begrenzte Leserbriefgröße sprengen, würde ich alles aufzählen, was nach Eupen ausgelagert wurde, was früher auch zum Dorfbild gehörte. Heute frage ich: Wieso muss das neue Polizeigebäude in Eupen sein? Und nicht, mal als Beispiel, in Raeren-Lichtenbusch, an diesem doch sehr wichtigen Autobahngrenzübergang nach Deutschland, einen Polizei-Gebäudekomplex bauen mit Platz für die belgische Polizei sowie der deutschen Bundespolizei, und irgendwann der Euro-Police? Ein Zukunftstraum...

Na ja Leo! mit dem Neubau eines neuen Auto-Sécurité-Gebäudes in Lontzen und der Tatsache, dass jede Dorfgemeinschaft auch eine Industriezone hat, beginnt wohl jetzt ein Zeitalter der Dezentralisierung, auch der Steuergelder! Und Eupen ist irgendwann dann für uns Ostbelgier einfach nur die Stadt mit Herz!, wo immer schon das GrenzEcho den Puls der Zeit zu dokumentieren wusste.

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