„Ich denke nicht, dass es bei dieser Ankündigung um sie persönlich geht. Naomi hat die Möglichkeit, mit ihrem Status Probleme anzusprechen, Dinge anzustoßen und das möchte sie auch nutzen“, sagte ihr Coach Wim Fissette dem Spiegel.
In den USA, wo Osaka lebt, sei das Thema „gerade sehr aktuell, dass sich Sportler im Umgang mit der Presse mehr Freiheit wünschen“, fügte Fissette an. Osaka wisse, wie wichtig es sei, mit den Journalisten zu sprechen, aber sie wolle auch in dem Bereich Veränderungen herbeiführen.
Auswirkungen auf die Turnierchancen seiner Spielerin befürchtet Fissette nicht. „Nein, Naomi ist mental sehr stark. Wenn überhaupt, dann wird es einen positiven Einfluss auf sie haben.“
Osaka war am Sonntag nach ihrem Erstrundensieg wie angekündigt der obligatorischen Pressekonferenz ferngeblieben. Damit will sie auf die mentale Gesundheit von Profisportlern aufmerksam machen. Der veranstaltende französische Tennisverband belegte die Athletin zunächst mit einer Geldstrafe von 15.000 US-Dollar und drohte mit härteren Sanktionen, sollte die Siegerin der US Open und Australian Open nicht einlenken.
Osakas Reaktion bei Twitter lässt allerdings nicht darauf schließen. „Zorn ist ein Mangel an Verständnis. Veränderung ist Menschen unangenehm“, schrieb sie am Sonntagabend. (sid/calü)

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