Freiwillige Corona-Tests in der Eifel: Ergebnisse bereiten DG-Ministerium Sorge

<p>Freiwillige Corona-Tests in der Eifel: Ergebnisse bereiten DG-Ministerium Sorge</p>
Illustrationsfoto: dpa

Von Dienstag bis Donnerstag vergangener Woche konnten sich die Bewohner der Gemeinden Amel, Burg-Reuland und St.Vith im Abstrichzentrum der St.Vither Klinik an der Rodter Straße kostenlos einem PCR-Test unterziehen. Das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft hatte diese Initiative ergriffen, da die Inzidenzzahlen in diesen drei Gemeinden sehr hoch liegen.

Insgesamt haben an den drei Tagen 452 Menschen das Angebot angenommen und sich testen lassen. Die Hygieneinspektion des Ministeriums zeigte sich erfreut über diesen Zuspruch, „war dies doch ein Zeichen dafür, dass viele Menschen bereit sind, aktiv und vorbeugend gegen die Verbreitung des Virus anzugehen“, heißt es in einer Mitteilung aus dem Ministerium.

Insgesamt wurden 16 Personen positiv getestet, was eine Positivitätsrate von 3,5 Prozent bedeutet. Diese Rate erscheint auf den ersten Blick gering, ist jedoch laut Ministerium bei näherer Analyse besorgniserregend. Denn bei den Tests seien nicht Menschen mit Symptomen oder Hochrisikokontakten getestet worden, wie es sonst üblich ist, sondern die breite Bevölkerung. Hochgerechnet auf die gesamte erwachsene Bevölkerung der drei betroffenen Gemeinden entspräche diese Positivitätsrate rund 550 asymptomatischen Corona-Infizierten, d. h. solchen ohne Symptome. Rechnet man das Resultat auf die erwachsene Bevölkerung aller neun deutschsprachigen Gemeinden hoch, müsste man gar von 2.200 asymptomatischen Infizierten ausgehen, rechnet das Ministerium vor.

„Da die Reihentests in den drei betroffenen Eifelgemeinden nicht auf einer repräsentativen Stichprobe beruhen, kann es sich bei diesen Hochrechnungen nur um Näherungswerte handeln. Dennoch sind die Zahlen eindeutig zu hoch. Das Ministerium arbeitet deshalb daran, verstärkt Möglichkeiten zu Corona-Tests anbieten zu können, damit die Infektionsketten durch rechtzeitige Isolation Infizierter und Quarantäne von Hochrisikokontakten durchbrochen werden können“, heißt es abschließend in einer Mitteilung. (red/mv)

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Kommentare

  • Resultat: "...Positivitätsrate 3,5%"
    Also in der Eifel nix Neues.
    Und diesen Inzidenzwert schmeisst man besser auf den Müll.

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