Ring frei, die Glocke klingt: Der Boxkampf um die Königsklasse wird am Samstag mit zwei direkten Duellen endgültig eröffnet. In der viertletzten Runde attackiert der angeschlagene Riese Borussia Dortmund, der schon vor Wochen k.o. schien, den VfL Wolfsburg. Außerdem empfängt Bayer Leverkusen die euphorisierte Eintracht aus Frankfurt. Die Ansage von BVB-Coach Edin Terzic am Freitag war unmissverständlich: „Morgen zählt es.“
Am Samstag um 15.30 Uhr sollen seine Spieler „alles raushauen, was im Körper drinsteckt, um Wolfsburg auf zwei Punkte herunter zu ziehen.“ Wolfsburg (57 Punkte) und Frankfurt (56) haben augenscheinlich gute Karten, doch der BVB (52) rechnet sich nach zwei Siegen in der Englischen Woche wieder reelle Chancen auf die lukrative Champions League aus. Auch der Top-Torjäger Erling Haaland ist heiß auf das Duell in Wolfsburg. „Der Hunger in uns ist noch am Leben!“, twitterte der norwegische Stürmer, dessen Verbleib wohl unmittelbar an das Erreichen der Königsklasse geknüpft ist.
Verzichten muss der BVB bei seiner „Wolfsjagd“ auf den gelbgesperrten Mats Hummels, dafür ist der schmerzlich vermisste Jadon Sancho wieder zurück. Der 21-jährige Engländer, der wegen eines Muskelbündelrisses sieben Wochen lang ausgefallen war, versprühte nach seiner Einwechslung gegen Berlin „einen hervorragenden Eindruck“.
Die jungen Wilden treffen in Wolfsburg jedoch auf die zweitstärkste Defensive der Liga um Nationaltorhüter Koen Casteels. Dennoch will sich Oliver Glasner gegen Dortmund nicht einigeln. Seine Rechnung ist einfach: Ein Sieg lässt den Vorsprung auf acht Punkte anwachsen. „Und acht sind besser als fünf.“
In Frankfurt sieht Trainer Adi Hütter die Lage gewohnt gelassen. „Dortmund ist viel mehr unter Druck als wir“, sagte der Österreicher, der die SGE vor seinem Abschied in Richtung Gladbach mit dem Einzug in die Königsklasse beschenken möchte. Zuletzt erledigte die Eintracht ihre Aufgaben in Leverkusen desaströs. 0:3, 0:3, 1:4, 1:6, 0:4, 1:4 – so lautet die Frankfurter Schreckensbilanz der vergangenen Jahre.
„Wir müssen uns anders präsentieren als die letzten Male“, sagte Hütter. Trotz „viel Speed und „guter Technik“ sei die Werkself „auch anfällig, das müssen wir versuchen auszunutzen“. Mit einem Sieg im direkten Duell wäre die Eintracht von Leverkusen im Endspurt nicht mehr einzuholen. (sid/tf)

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