Ein großes Problem sei, dass Regeln und Gesetze zu Produktion und Handel mit Chemikalien in den EU-Staaten sehr unterschiedlich seien. Eurojust legte einen umfassenden Bericht über grenzüberschreitenden Drogenhandel vor. Danach nehmen Produktion und Handel in synthetischen Drogen in der EU stark zu. Der Handel hat nach Schätzungen von Eurojust ein Volumen von mindestens 30 Milliarden Euro im Jahr. Von 2017 bis 2020 hatte sich dem Bericht zufolge die Zahl der grenzüberschreitenden Rechtsfälle auf 562 verdoppelt. Bei jedem dritten ging es dem Bericht zufolge um synthetische Drogen.
Drogenproduzenten würden sehr schnell die Zusammensetzung der Substanzen verändern und zum Beispiel Mengen den jeweiligen gesetzlichen Normen entsprechend anpassen. Rechtliche Ungenauigkeiten machten es schwer, Lieferanten von Substanzen zu verfolgen. Auch der zunehmende Handel über Online-Märkte erschwere die Ermittlungen. Kunden besorgen sich den Angaben nach verstärkt online Drogen, die sie mit Kryptowährungen bezahlen und sich in einem neutralen Päckchen nach Hause liefern lassen. (dpa/calü)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren