Zentrale Reserveliste geht online: Über 18-jährige Belgier können sich kurzfristig impfen lassen

<p>Ein Blick in das größte Impfzentrum des Landes: Es steht auf dem Heysel-Gelände in Brüssel.</p>
Ein Blick in das größte Impfzentrum des Landes: Es steht auf dem Heysel-Gelände in Brüssel. | Foto: belga

Mit dem Angebot will die Impftaskforce der etwas schleppend verlaufenden Kampagne einen Schub verpassen. Prinzipiell soll mithilfe der Reserveliste verhindert werden, dass Vakzinreste verworfen werden. Denn um „die Herdenimmunität so schnell wie möglich zu erreichen“, sei es wichtig, „absolut jede Dosis“ zu verwenden, ließ die Taskforce am Samstag verlauten.

Wer in letzter Minute in den Genuss von einer nicht eingesetzten Dosis kommen will, kann sich nach Ostern, also ab Dienstag, auf der Website qvax.be registrieren. Und ja, die Homepage ist nicht nur auf Französisch, Flämisch und Englisch abrufbar, sondern auch auf Deutsch. Wer sich in eine Reserveliste eintragen lassen will, wird gebeten, seine Nationalregisternummer sowie seine Verfügbarkeiten anzugeben.

Sollten Dosen übrig sein, werden Personen, die sich vorab auf qvax.be gemeldet haben, kurzfristig von ihrem jeweiligen Impfzentrum kontaktiert. Das System erfordert ein gewisses Maß an Reaktionsfähigkeit, denn wenn die aufgerufene Person nicht innerhalb einer halben Stunde reagiert, wird die Einladung zur Impfung an den die nächste Person geschickt.

Laut Frank Robben, der dem Team der Impftaskforce angehört, hätten immer die Personen Vorrang, die in der Impfkampagne auch an der Reihe seien. „Das System funktioniert nicht nach dem Prinzip ‚Wer zuerst kommt, mahlt zuerst‘. Die Reihenfolge der Verteilung folgt den von den Behörden aufgestellten Regeln: in absteigender Reihenfolge des Alters“, erklärt der Beamte, der allgegenwärtig ist, wenn es um die Verarbeitung von Daten der Bürger in Belgien geht, dem flämischen Rundfunk (VRT). (calü)

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