Das geht aus den Zahlen der Nationalbank hervor, die am Montag veröffentlicht wurden. Der Rückgang ist dabei auf den Brexit zurückzuführen. Zur Erinnerung: Im Januar endete der freie Warenverkehr zwischen Belgien und dem Vereinigten Königreich. Zudem sind seitdem neue Grenzformalitäten erforderlich.
„Ob dieser Effekt nur vorübergehend ist, und ob er ausschließlich auf die Grenzformalitäten zurückzuführen ist, bleibt abzuwarten“, teilt die Nationalbank mit. „Tatsächlich könnte es sich bei den besonders schwachen Zahlen auch teilweise um einen Ausgleich zu den gestiegenen Zahlen Ende 2020 handeln.“ Dort hätten viele Unternehmen ihre Lagerbestände aufgefüllt, um möglichen Problemen zuvorzukommen.
Bereits am vergangenen Freitag hatte das britische Amt für nationale Statistik (ONS) bekanntgegeben, dass der Handel zwischen Großbritannien und der EU im Januar einen Rekordrückgang erlitten habe. Generell hat der Brexit auch Folgen für die Gesamthandelszahlen Belgiens: Die Importe sind im Januar 2021 im Vergleich zum Januar 2020 um 16,1 Prozent, die Exporte um 11,7 Prozent gesunken. (belga/tf)

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