Die „ewige Geschichte“ im Stadtrat von Verviers geht in eine nächste Runde (einen Hintergrund-Bericht finden Sie hier). So kann sich Malik Ben Achour nach seiner „Wahl“ am Donnerstagabend noch immer nicht des Bürgermeisterpostens ganz sicher sein, denn unter den sechs weiteren PS-Mandatsträgern scheint Uneinigkeit zu herrschen. Dabei ist Ben Achour aber auf ihre volle Unterstützung angewiesen, wenn er einen neuen Mehrheitspakt zustande bekommen will.
„Ich begrüße diese Wahl und verbinde sie mit einem gewissen Verantwortungsbewusstsein. Ich habe immer gesagt, dass ich nichts weiter sein möchte als ein Akteur, der zur Lösung des Problems beiträgt. Leider muss ich sagen, dass ich der einzige einvernehmliche Kandidat war. Das ist kein persönlicher Sieg für mich, sondern nur die Möglichkeit für Verviers, endlich aus der Krise herauszukommen und wieder in die Spur zu kommen“, wird der neue Bürgermeister-Kandidat und Mitglied der Abgeordnetenkammer (das Amt würde er nach PS-Statuten aufgeben) in der Zeitung „La Meuse“ zitiert.
Nach einer dreistündigen Videokonferenz der PS-Sektion Verviers stimmte eine Mehrheit am Donnerstagabend für den Vorschlag, Malik Ben Achour als Bürgermeister unter einer Koalition mit MR, Nouveau Verviers, CDH und Ecolo einzusetzen. Von den 29 Anwesenden stimmten 19 für die Lösung mit Malik Ben Achour als Bürgermeister (65 %), fünf dagegen (17,5 %) und fünf weitere PS-Genossen enthielten sich (17,5 %). Darunter befanden sich laut „La Meuse“ mindestens zwei Mandatsträger: der eigentliche Bürgermeister-Kandidat und aktuelle ÖSHZ-Präsident Hasan Aydin und sein engster Vertrauter Said Naji. „Die Diskussionen wurden hitzig geführt, und unter den anderen gewählten PS-Vertretern, die letztendlich den neuen Mehrheitspakt unterschreiben müssen, haben mehrere ihre Unterstützung für Hasan Aydin verdeutlicht. Mit dabei: Antoine Lukoki und Anass Gallas“, schreibt „La Meuse“. (mv)

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