César-Filmpreise: Trophäen für Dupontel, Vinterberg und die belgische Schauspielerin Emilie Dequenne

<p>Die belgische Schauspielerin Emilie Dequenne gewann den César für die beste weibliche Nebendarstellerin für ihre Rolle in „Les choses qu'on dit, les choses qu'on fait“ von Emmanuel Mouret.</p>
Die belgische Schauspielerin Emilie Dequenne gewann den César für die beste weibliche Nebendarstellerin für ihre Rolle in „Les choses qu'on dit, les choses qu'on fait“ von Emmanuel Mouret. | Foto: Photo News

Die belgische Schauspielerin Emilie Dequenne gewann den César für die beste weibliche Nebendarstellerin für ihre Rolle in „Les choses qu'on dit, les choses qu'on fait“ von Emmanuel Mouret. Sie landete in der Auswertung der Jury vor der (ebenfalls belgischen) Schauspielerin Yolande Moreau („La bonne épouse“). Dequenne schaffte ihren Durchbruch vor mehr als 20 Jahren im legendären Streifen „Rosetta“ von den Dardenne-Brüdern.

Der César für die beste Schauspielerin ging an Laure Calamy für ihre Leistung in „Antoinette dans les Cévennes“. Die belgische Schauspielerin Virginie Efira („Adieu les cons“) war ebenfalls in dieser Kategorie nominiert. Der César für den besten Schauspieler ging an Sami Bouajila, der die Hauptrolle in „Un fils“ von Mehdi Barsaoui spielte.

Die Tragikomödie „Adieu les cons“ (dt. Auf Wiedersehen, ihr Idioten) von Albert Dupontel war der große Gewinner des Abends und gewann die französische César-Trophäe als bester Film. Der Spielfilm des Regisseurs und Schauspielers Dupontel erzählt die Geschichte einer schwer kranken Frau, die sich im Alter von 43 Jahren auf die Suche nach ihrer Tochter macht, die sie als 15-Jährige unter dem Druck ihrer Eltern zur Adoption freigeben musste.

Der 57 Jahre alte Filmemacher wurde zudem mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet. Die Tragikomödie war kurz vor der coronabedingten Schließung der Kultureinrichtungen Ende Oktober in die französischen Kinos gekommen und lockte in nur zehn Tagen über 700.000 Zuschauer vor die Leinwand.

„Rausch“ des dänischen Filmregisseurs Thomas Vinterberg wurde mit dem César als bester Auslandsfilm gewürdigt. Das Drama erzählt die Geschichte von vier befreundeten Lehrern, die gemeinsam ein Trinkexperiment starten. Die Sozialsatire ist in die Oscar-Vorauswahl für den besten internationalen Film gekommen.

Wegen der Corona-Krise fand die 46. César-Veranstaltung ohne Zuschauer in der berühmten Pariser Konzerthalle Olympia statt, nur die Preisträger und Nominierten nahmen an der Zeremonie teil. Die diesjährige Verleihung fand unter einer erneuerten Führung der Académie des César statt. Der Streit um die Vergabe des Preises für die beste Regie an Roman Polanski für den Film „Intrige“ im vergangenen Jahr hatte die Institution in eine Krise gestürzt.

Viele Schauspieler, darunter Isabelle Huppert, nahmen das Event am Freitagabend zum Anlass, um die Öffnung der Kinosäle zu fordern. Der César ist Frankreichs nationaler Filmpreis, benannt nach dem Bildhauer César Baldaccini. Der „französische Oscar“ wird seit 1976 verliehen. (dpa/mv)

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