Greenpeace-Aktion: Gleitschirm-Protestflug an der EZB 

<p>Mit einem Gleitschirm landet ein Greenpeace-Aktivist auf dem Dach der Europäischen Zentralbank (EZB). Dort entrollten die Aktivisten einen Tag vor der EZB-Ratssitzung ein Transparent gegen die Klimapolitik der EZB.</p>
Mit einem Gleitschirm landet ein Greenpeace-Aktivist auf dem Dach der Europäischen Zentralbank (EZB). Dort entrollten die Aktivisten einen Tag vor der EZB-Ratssitzung ein Transparent gegen die Klimapolitik der EZB. | Foto: picture alliance/dpa

Zwei Gleitschirmflieger landeten am Mittwochmorgen auf dem Dach des Eingangsgebäudes. Dort entrollten sie ein zwölf Meter langes Banner mit der Aufschrift: „Stop funding Climate Killers“. Ein weiterer Aktivist an einem dritten Gleitschirm präsentierte währenddessen ein Flugbanner.

<p>Stop funding climate killers steht auf einem Plakat, das Greenpeace-Aktivisten auf dem Dach der Europäischen Zentralbank (EZB) entrollt haben. Dazu waren zwei Aktivisten mit Gleitschirmen auf dem schwer gesicherten Areal gelandet.</p>
"Stop funding climate killers" steht auf einem Plakat, das Greenpeace-Aktivisten auf dem Dach der Europäischen Zentralbank (EZB) entrollt haben. Dazu waren zwei Aktivisten mit Gleitschirmen auf dem schwer gesicherten Areal gelandet. | Foto: picture alliance/dpa

Die Aktion richtete sich nach Angaben von Greenpeace „gegen die klimaschädliche Geldpolitik der Notenbanken“. Eine von Greenpeace und verschiedenen Forschungsinstituten veröffentlichte Studie zeigt nach Angaben der Autoren, „dass die EZB systematisch den Klimaschutz untergräbt“. Greenpeace forderte „eine geldpolitische Strategie, die sich am Pariser Klimaabkommen orientiert“.

Unter Notenbankern und Volkswirten ist umstritten, ob und inwieweit Zentralbanken Klimagesichtspunkte in ihrer Geldpolitik berücksichtigen sollten. Kritiker argumentieren, durch eine Aufnahme von Klimazielen würden die geldpolitischen Ziele verwässert. Befürworter sehen hingegen Risiken für die Finanzstabilität, falls der Faktor Klima durch die Geldpolitik nicht oder unzureichend berücksichtigt wird. (dpa/mv)

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