Neues Euregio-Projekt: Förderung der Mehrsprachigkeit und interkultureller Kompetenz

Für Bildungsministerin Lydia Klinkenberg (ProDG) stellen insbesondere die Förderung der Euregiosprachen Deutsch, Französisch und Niederländisch und der grenzübergreifende Wissensaustausch von Schülern und Lehrern einen großen Mehrwert für Ostbelgien dar, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Das Projekt „EMRLingua“, das von der Stichting Euregio Maas-Rhein koordiniert wird, umfasst u.a. den Aufbau eines Netzwerks bestehend aus Schulen, Lehrern und anderen Experten im Bereich des Nachbarsprachenunterrichts Französisch, Niederländisch und Deutsch sowie die Bündelung bzw. Stärkung von grenzüberschreitenden Initiativen zur Förderung der Euregiosprachen und der interkulturellen Kompetenz für die Zielgruppen der Lehrer und Schüler. Das Projekt besteht aus sechs Arbeitspaketen, wovon insbesondere drei für die Bildungsakteure in der DG einen besonderen Mehrwert haben:

- Euregionales Koordinierungs- und Wissenszentrum für Nachbarsprachen und interkulturelle Kompetenzen: Durch die Schaffung des Zentrums soll u.a. ein Netzwerk zwischen Schulen, und Lehrern aufgebaut werden. Angestrebt wird ein regelmäßiger Wissensaustausch zwischen Lehrern beispielsweise in Bezug auf die Organisation von bilingualem Unterricht.

- Euregionale Labels und Zertifizierungen: Ziel ist die Vereinheitlichung von Labels. Dazu soll eine trinationale aus Experten bestehende Zertifizierungskommission gebildet werden. Außerdem sollen Schul- und Studienabgänger dank der Zusammenarbeit eine euregionale Kompetenzzertifizierung erhalten.

- Entwicklung von euregionalen Unterrichtsmaterialien und Tools: Um das Erlernen der Nachbarsprachen und die interkulturelle Kompetenz zu fördern sollen attraktive Unterrichtmaterialien mit euregionalen Charakter in Zusammenarbeit mit Lehrern und Experten entwickelt werden. Im Zentrum steht die Bereitstellung digitaler Lern- und Lehrmaterialien auf einer eigens dafür kreierten Datenbank. Gemeinsam erarbeitete Unterrichtsmaterialien werden den Lehrern zur Verfügung gestellt. Auch haptische Materialien sind vorgesehen. Bildungsministerin Klinkenberg begrüßt die Teilnahme der DG am euregionalen Projekt „EMRLingua“: „Für uns als Bewohner des Grenzgebiets Euregio Maas-Rhein ist es im Sinne der interkulturellen Verständigung wichtig, die drei Nachbarsprachen zu beherrschen. Daher ist die Förderung der verschiedenen Fremdsprachen wie Französisch, Deutsch, Englisch und Niederländisch seit jeher eine Priorität in unseren Schulen. Wir arbeiten kontinuierlich daran die Qualität der Sprachunterrichte zu verbessern. Ziel unserer Teilnahme ist es aber auch, die interkulturellen Kompetenzen der Schüler zu erweitern, um sie bestmöglich auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten, der ja bekanntlich nicht an der Grenze unserer Gemeinschaft endet.“

Weitere Projektpartner sind neben der DG die Provinz Limburg (Belgien und Niederlande), Region Aachen und die Euregio Maas-Rhein. In der Start-up-Phase vom 1. März 2021 bis 31. August 2023 wird das Projekt finanziell durch Interreg-Mittel unterstützt. Anschließend ist eine strukturelle Finanzierung durch die Teilregionen der Euregio Maas-Rhein angedacht. (red/sc)

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