Der Niederländer holte sich auf der Piazza del Campo in Siena nach 184 Kilometern, davon 63 über die staubigen Pisten in der Toskana, den Sieg vor dem französischen Straßen-Weltmeister Julian Alaphilippe (Deceuninck-Quick Step) und Ex-Tour-de-France-Sieger Egan Bernal (Kol/Ineos-Grenadiers).
Bei Sonnenschein und Temperaturen von rund zehn Grad fiel die Entscheidung bei der 15. Auflage des so schweren Rennens am 1,5 Kilometer langen Schlussanstieg. Dort spielte van der Poel rund 500 Meter vor dem Ziel seine Explosivität aus. Alaphilippe und Bernal konnten dem Antritt nicht mehr folgen und erreichten mit einigen Sekunden Rückstand das Ziel in der Altstadt, wo Zuschauer wegen der Corona-Pandemie nicht zugelassen waren. Das Trio hatte sich gut zwölf Kilometer vor dem Ziel aus einer hochkarätig besetzten Gruppe abgesetzt, zu der auch Tour-Champion Tadej Pogacar (Slowenien/UAE) und Vorjahressieger WoutVan Aert (Jumbo-Visma) gehörten.
Van Aert, der im Vorjahr das wegen der Pandemie in den August verschobene Rennen bei Temperaturen von fast 40 Grad gewonnen hatte, wurde bei seinem ersten Rennen der Saison Vierter. 23 Kilometer vor dem Ziel hatte der 26-Jährige, der zuvor das Tempo verschärft hatte, erstmals den Anschluss verloren, beim letzten von elf Schotter-Sektoren konnte er schließlich nicht mehr auf die Attacken reagieren. „Ich bin trotzdem zufrieden mit meiner Leistung, habe aber in der Endphase gemerkt, dass mir noch ein paar Prozent fehlen“, so Van Aert (jph/dpa).

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