„Das ist kein Endspiel für unseren Trainer“, stellte Leverkusens Sport-Geschäftsführer Rudi Völler klar. Gladbachs Sportdirektor Max Eberl gab Marco Rose bis zu dessen Wechsel zu Borussia Dortmund ebenfalls eine Jobgarantie. „Ich bin zu hundert Prozent davon überzeugt, dass Marco Rose der beste Trainer für uns bis zum Sommer ist“, sagte Eberl.
Die Entwicklung bei beiden Vereinen gibt aber Anlass zur Sorge. Gladbach liegt neun Punkte hinter dem angestrebten Champions-League-Platz zurück, seit Rose seinen Abschied verkündet hat, gingen vier Pflichtspiele in Folge verloren. Nach dem Aus im DFB-Pokal droht eine Saison ohne Europacup. Man müsse „die Nerven behalten“ und „beharrlich und fleißig weiterarbeiten“, forderte Rose. Er habe „die Überzeugung, dass die Dinge funktionieren“.
Mitte Dezember grüßte Bayer Leverkusen noch von der Tabellenspitze.
In Leverkusen ist die Situation nicht viel besser. Nachdem die Werkself die Tabelle nach dem zwölften Spieltag noch anführte, ist der Rückstand auf einen Königsklassen-Platz nach nur einem Sieg aus den vergangenen sechs Ligaspielen auf fünf Punkte gewachsen. Das frühe Aus im Pokal und in der Europa League trübt die Stimmung zusätzlich. „Bayer hat begeisternden Fußball gespielt und wurde in den Himmel gelobt. Jetzt diskutiert man auch dort über andere Sachen“, sagte Rose.
Die großen personellen Sorgen bereiten Bosz Kopfzerbrechen. „Aber wir müssen uns fokussieren auf die Spieler, die da sind. Wir trainieren zusammen und werden einen Spielplan haben, wie wir es machen“, sagte Bosz. Völler tun die Langzeitverletzten „extrem weh“. Es seien „genau die Spieler ausgefallen, die dazwischen grätschen, wenn es nicht so läuft“. In Gladbach fehlen zudem Leon Bailey (Gelb-Sperre) und Jungstar Florian Wirtz (Corona).
Ausfälle und Fragezeichen in Gladbach
Etwas angespannt ist die Personallage auch beim Gegner. Kapitän Lars Stindl ist gesperrt, Christoph Kramer verletzt. Der Einsatz von Jonas Hofmann und Breel Embolo ist zudem fraglich. Rose rechnet dennoch mit einem „intensiven Spiel, in dem beide Mannschaften alles dafür tun werden, um wieder in die Erfolgsspur zu kommen“.
Zwei Jahre in Folge lieferten sich Gladbach und Leverkusen ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz vier - jedes Team hatte einmal das bessere Ende für sich. Davon sind die Westklubs derzeit weit entfernt, ebenso wie von einem Fußball-Fest wie beim 4:3-Erfolg der Leverkusener am 8. November. (sid/tf)

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