„Immer mehr Frauen haben kein Geld für Binden oder Tampons“

<p>Vielen Frauen in Belgien fehlt das Geld für Hygieneprodukte wie Tampons und Binden.</p>
Vielen Frauen in Belgien fehlt das Geld für Hygieneprodukte wie Tampons und Binden. | Illustrationsbild: dpa

Im vergangenen Jahr hat Schottland als erstes Land beschlossen, Menstruationsprodukte kostenlos zur Verfügung zu stellen. Auch hierzulande ist die Diskussion über Menstruationsarmut in vollem Gange. Die Caritas in Flandern veröffentlichte jüngst eine Studie, aus der hervorgeht, dass jedes achte Mädchen, jede achte Frau zwischen 12 und 25 Jahren nicht genug Geld hat, um Binden und Tampons zu kaufen. Bei Mädchen und Frauen, die in Armut leben, steigt dieser Anteil auf 45 Prozent.

Die Oppositionsparteien Groen und SP.A hatten bereits einen Vorstoß gewagt und vorgeschlagen, kostenlose Menstruationsprodukte in Schulen zu verteilen, allerdings waren sie damit auf taube Ohren gestoßen. Nun drängt Celia Groothedde erneut zum Handeln.

„Menschen, die vor Corona schon in finanziellen Schwierigkeiten steckten, sich aber gerade noch über Wasser gehalten haben, gehen jetzt an den Folgen der Pandemie zugrunde“, so Groothedde.

Die Groen-Politikerin fordert die flämische Regierung auf, dringend mehr gegen den „anschwellenden Armuts-Tsunami“ zu unternehmen. „Die flämische Regierung hat sehr viel Geld in Unternehmen investiert. Das ist notwendig. Gleichzeitig ist soziale Unterstützung dringend notwendig. Die Signale länger zu ignorieren, wäre ein schuldhaftes Versäumnis.“ (belga/sue)

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