Sag mir, was du werden möchtest, und ich sage dir, welchen Geschlechts du bist: Drei Forscher der Freien Universität Brüssel fanden anhand einer Umfrage unter Zehn- bis 13-Jährigen heraus, dass deren berufliche Präferenzen sehr vorhersehbar sind. 91 Prozent der Jungen und 85 Prozent der Mädchen konnten einzig aufgrund ihrer Berufswünsche dem entsprechenden Geschlecht zugeordnet werden.
Dass die Trefferquote beim männlichen Geschlecht besonders hoch ist, lässt darauf schließen, dass die Erwartungen an das Geschlecht, sich „männertypisch“ zu verhalten, höher sind. „Wenn eine Frau einen männertypischen Beruf ausübt, ist das gesellschaftlich viel mehr akzeptiert und wird manchmal sogar als fortschrittlich gefeiert. Wenn ein Mann dagegen einen frauentypischen Beruf ausübt, ruft das häufiger negative Reaktionen hervor und seine sexuelle Orientierung wird fast automatisch in Frage gestellt“, so Laora Mastari von der VUB.
Aus der Untersuchung ging außerdem hervor, dass Frauen mit wenig Selbstvertrauen häufiger frauentypische Berufe ausüben, während Frauen mit hohem Selbstvertrauen männertyische Berufe bevorzugen. Für Männer geht es vor allem um das Image und den Druck, männlich zu sein. (belga/sue)

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