Endstation im Achtelfinale: Mertens scheidet gegen Muchova aus

<p>Elise Mertens stolperte über Karolina Muchova.</p>
Elise Mertens stolperte über Karolina Muchova. | Foto: belga

Damit verpasst die Weltranglisten-16. Mertens ihre zweite Viertelfinal-Teilnahme beim Grand-Slam-Turnier in Melbourne. Zugleich schied mit der Löwenerin die letzte belgische Note aus dem Einzelturnier aus.

Mertens, die zuvor ein Vorbereitungsturnier gewonnen hatte und ohne große Probleme ins Achtelfinale eingezogen war, legte auch gegen Muchova am Montagmorgen (MEZ) eigentlich einen Start nach Maß hin. Doch die 4:0- und 5:2-Führungen sollten nicht für den Gewinn des ersten Satzes reichen. Stattdessen zog die Weltranglisten-27 noch vorbei. Im zweiten Satz schenkten sich die beiden Spielerinnen nichts, doch verlor Mertens beim Stand von 5:5 den Aufschlag, was Muchova den entscheidenden Vorteil einbrachte.

Für Mertens ist das Einzelturnier der Australian Open somit vorbe, ihre Hoffnungen liegen nun auf dem Doppel. Dort steht sie mit ihrer belarussischen Partnerin Aryna Sabalenko im Viertelfinale. Am Dienstag stehen sie den Japanerinnen Ena Shibahara und Shuko Aoyama gegenüber.

Karolina Muchova, die zuvor bereits mit dem Sieg über Karolina Pliskova (WTA 6) für eine Überraschung gesorgt hatte, trifft ihrerseits im Einzel-Viertelfinale auf die Weltranglistenerste Ashleigh Barty (Australien). Diese war ebenfalls am Montag mit einem Sieg (6:3, 6:4) gegen die Amerikanerin Shelby Rogers (WTA 57) in die Runde der letzten Acht eingezogen und wahrt damit ihre weiße Weste.

<p>Ashleigh Barty wird ihrer Favoritenrolle bislang gerecht.</p>
Ashleigh Barty wird ihrer Favoritenrolle bislang gerecht. | Foto: belga

Barty und Nadal bleiben weiter ohne Satzverlust.

Wie Barty bleibt auch Rafael Nadal in Melbourne weiter unbeschadet. Als der Spanier darauf angesprochen wurde, dass er soeben zum 43. Mal in ein Grand-Slam-Viertelfinale eingezogen war, lachte er nur unsicher. „Ich habe keine Ahnung“, sagte der 34-Jährige, „das ist eine gute Zahl.“ Aber so schön sie auch ist: Nadal jagt bei den Australian Open eine ganz andere. Diesen 21. Major-Titel, mit dem er den Schweizer Roger Federer in der ewigen Bestenliste hinter sich lassen würde, möchte Nadal am liebsten schon in Melbourne gewinnen – auch wenn er betonte: „Natürlich motiviert es mich, Grand-Slam-Turniere zu gewinnen. Aber ich bin nicht besessen davon.“

Beim 6:3, 6:4, 6:2 gegen den unangenehmen Italiener Fabio Fognini zeigte Nadal, dass er immer besser in Form kommt. Das Viertelfinale gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas am Mittwoch erreichte er ohne Satzverlust. Und auch der Rücken, der ihm im Vorfeld des Turniers noch arge Probleme bereitet hatte, „hält etwas besser“, wie Nadal versicherte.

Für Furore in Melbourne sorgen aber auch weiter die Russen – erstmals stehen gleich drei Spieler des Landes im Viertelfinale eines Grand Slams. Daniil Medwedew und Andrej Rublew folgten Überraschungsmann Aslan Karazew und spielen nun im direkten Duell um ein Halbfinal-Ticket. Medwedew ließ dem ungesetzten US-Amerikaner Mackenzie McDonald beim 6:4, 6:2, 6:3 keine Chance, Rublew profitierte beim Stand von 6:2, 7:6 (7:3) von einer Aufgabe des Norwegers Casper Ruud.

<p>Rafael Nadal spaziert weiter mit weißer Weste durch das Turnier.</p>
Rafael Nadal spaziert weiter mit weißer Weste durch das Turnier. | Foto: belga

Bei den Damen bastelt Jessica Pegula weiter an ihrer persönlichen Erfolgsstory. Die 26 Jahre alte US-Amerikanerin schaltete nach Wiktoria Asarenka (Belarus) mit Jelina Switolina (Ukraine) die zweite Gegnerin aus dem erweiterten Favoritenkreis aus. Nun kommt es im Viertelfinale zum Duell mit ihrer Landsfrau Jennifer Brady, die Donna Vekic aus Kroatien 6:1, 7:5 schlug.

Schon am Dienstag kann der Deutsche Alexander Zverev ins Halbfinale einziehen und ist erneut in einer „Nachtschicht“ gefordert. Das Viertelfinal-Duell mit Rekordsieger und Titelverteidiger Novak Djokovic (Serbien) ist als zweites Spiel der Nightsession angesetzt, die um 9.00 Uhr (MEZ) beginnen wird. (belga/sid/tf)

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