Greene kritisierte am Freitag das Votum im Repräsentantenhaus gegen sie als Schritt, um die Stimme ihrer Wähler zu unterdrücken. Dass elf republikanische Abgeordnete gemeinsam mit den Demokraten für ihre Absetzung aus den Ausschüssen gestimmt hatten, bezeichnete die 46-Jährige als „großen Verrat“. Die republikanische Basis werde sich das merken.
„Wenn ich in einem Ausschuss wäre, würde ich meine Zeit verschwenden“, sagte die Republikanerin, die als Anhängerin von Verschwörungstheorien von sich reden machte. Sie werde stattdessen ihre Zeit nutzen, um sich mit jenen zu vernetzen, die wie der frühere US-Präsident Donald Trump einen „America first“-Ansatz verfolgten.
Mit Blick auf ihre weitere Arbeit im Repräsentantenhaus sagte Greene, sie werde stets sehr konservativ abstimmen und sie wolle die republikanische Partei „nach rechts rücken“.
Die Abgeordnete aus dem Bundesstaat Georgia ist glühende Anhängerin von Trump und gilt als Sprachrohr für rechtes Gedankengut. Das Repräsentantenhaus, in dem Greene seit Januar einen Sitz hat, hatte am Donnerstagabend (Ortszeit) dafür gestimmt, sie wegen hoch umstrittener Äußerungen aus den Ausschüssen für Bildung und Arbeit sowie aus dem Haushaltsausschuss zu werfen. 219 Demokraten und 11 Republikaner unterstützten dies, 199 Republikaner waren dagegen.
Greene nutzte ihren Auftritt am Freitag auch, um nach Trumps Vorbild gegen das politische Establishment und die Medien zu wettern. Sie sprach von einer „tyrannischen“ Regierung, „heuchlerischer“ Politik und warf den Medien vor, sie seien vor allem gut darin, Unwahrheiten zu verbreiten und den Bürgern Hass beizubringen. Greene lobte Trump in den höchsten Töne und sagte mit Blick auf die Republikanische Partei: „Die Partei gehört ihm. Sie gehört niemandem sonst.“ (dpa/calü)

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