Ganz genau seien 16.514 FFP2-Masken verteilt worden, rechnete die Ministerin nach einer Frage von Andreas Jerusalem (Ecolo) vor: 3.659 FFP2-Masken gingen an die Grundschulen und 11.870 an die Sekundarschulen (inklusive den Instituten für Weiterbildung). Hinzu kämen 250 Masken für die Zentren für Aus- und Weiterbildung (ZAWM) sowie 435 FFP2-Masken für die Musikakademie. 300 Masken gingen derweil an das Arbeitspersonal und die Busbegleiter, während die Autonome Hochschule (AHS) keinen Bedarf mitgeteilt habe.
Auch die Personalmitglieder, die nicht zu einer Risikogruppe gehörten oder nicht mit infizierten Schülern in Kontakt ständen, dürften „aufgrund ihres Auftrags als Erzieher oder Ersthelfer“ eine FFP2-Maske nutzen, hatte Ministerin Lydia Klinkenberg schon bei der letzten öffentlichen Kontrollsitzung im PDG-Ausschuss Mitte Januar gesagt. „Jedem Personalmitglied kann eine FFP-2-Maske zur Verfügung gestellt werden“, wiederholte sie am Donnerstag. „Dabei berücksichtigen wir auch die Tatsache, dass Lehrer unter Umständen ein Familienmitglied besonders schützen wollen oder aus Angst vor einer Ansteckung ihren eigenen Schutz erhöhen möchten. Im Dezember 2020 wurde bei der Frage nach dem Bedarf kein Personalmitglied von der Möglichkeit ausgeschlossen, eine FFP2-Maske zu tragen“, meinte die Bildungsministerin. Dass diese Masken vorwiegend den Risikopersonen dienten, bedeute nicht, dass andere ausgeschlossen würden, fügte die ProDG-Politikerin auf Nachfrage des Ecolo-Abgeordneten hinzu.
Man stelle fest, dass sich inzwischen mehrere Schulen erneut meldeten und zusätzliche FFP2-Masken bestellen wollten: „Daher wurde in dieser Woche erneut der Bedarf an FFP2-Masken, chirurgischen Masken und Hände-Desinfektionsmittel abgefragt“, so Lydia Klinkenberg. Der Fachbereich Unterrichtspersonal im Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft nehme zentralisiert alle Zusatzbestellungen entgegen, um so bald wie möglich alle Einrichtungen beliefern zu können.
Der Ecolo-Abgeordnete Andreas Jerusalem hatte die Ministerin um eine Klarstellung gebeten, da den Schulleitern des öffentlich subventionierten Unterrichtswesens (OSU) in der letzten Woche vonseiten des Ministeriums erklärt worden sei, die Masken seien den Lehrpersonen vorbehalten, die zur Risikogruppe gehörten, die Kontakt zu wechselnden Gruppen hätten oder die in Kontakt mit Kindern mit Krankheitssymptomen kämen. „Ich hätte mir früher Klarheit gewünscht, dass die FFP2-Masken allen zur Verfügung stehen“, meinte er. Die Info sei offenbar auch nicht überall angekommen. „Wenn wir wollen, dass die Schulen offen bleiben, gehört auch dazu, dass wir die Lehrpersonen effektiv schützen“, so Andreas Jerusalem. Er betonte, dass man den Lehrern natürlich die Wahl lassen solle, welche Maske sie tragen wollten. (sc)

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