Facebook und Jüdischer Weltkongress kämpfen gegen Holocaust-Leugnung

<p>Ein Stacheldrahtzaun in der Gedenkstätte Buchenwald ist mit Schnee und Eiskristallen bedeckt. Der 27. Januar ist seit 1996 offizieller Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.</p>
Ein Stacheldrahtzaun in der Gedenkstätte Buchenwald ist mit Schnee und Eiskristallen bedeckt. Der 27. Januar ist seit 1996 offizieller Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. | Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Sie liefere „wesentliche Informationen über die Geschichte des Holocaust und sein Vermächtnis“. Sie soll Nutzern, die bei Facebook nach Begriffen in Verbindung mit dem Holocaust oder seiner Leugnung suchen, vorgeschlagen werden. Die Funktion sei anfangs in englischsprachigen Ländern verfügbar und werde anschließend auf weitere Sprachen ausgeweitet. Auch Deutschland sei auf der Liste, sagte ein Sprecher.

Die bei Facebook für das operative Geschäft zuständige Top-Managerin Sheryl Sandberg sagte, man sei stolz, „dabei zu helfen, dass Menschen die Fakten zum Holocaust lernen und die Geschichten derer hören können, die überlebt haben“. In einer Zeit von wachsendem Hass und Intoleranz sei es „wichtiger denn je, sich Zeit zu nehmen und über das zu reflektieren, was den Juden und anderen in Europa passiert ist“.

WJC-Präsident Ronald Lauder lobte Facebook für das Projekt. Er könne „andere Social-Media-Plattformen nur dazu ermutigen, diesem Beispiel zu folgen“, sagte er. „Es zeigt auf, wie sie ihre Technologie einsetzen können, um sicherzustellen, dass ihre riesigen Plattformen zum Guten verwendet werden können.“

Facebook hatte im vergangenen Jahr beschlossen, Holocaust-Leugnung aus seinem Dienst zu verbannen. Firmengründer und -chef Mark Zuckerberg verwies zur Begründung auf eine Zunahme von Antisemitismus. (dpa)

Mehr Infos: https://aboutholocaust.org/en

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