Nawalny: Russischer Geheimagent gibt Giftanschlag zu

<p>Die Kinder (nicht im Bild) des russischen Kremlkritikers Alexej Nawalny machen ein Selfie mit Nawalny und dessen Frau Julia am Krankenbett in der Charite.</p>
Die Kinder (nicht im Bild) des russischen Kremlkritikers Alexej Nawalny machen ein Selfie mit Nawalny und dessen Frau Julia am Krankenbett in der Charite. | Foto: dpa/privat/Instagram

Nawalny gab sich in dem Gespräch am 14. Dezember demnach als Assistent des Chefs des russischen Sicherheitsrats aus, um das Vertrauen des Mannes zu gewinnen.

Der Inkognito-Anruf erfolgte im Rahmen einer Recherche mehrerer Medien, darunter des Nachrichtenmagazins „Spiegel“. Die Journalisten hatten in der vergangenen Woche Rechercheergebnisse veröffentlicht, denen zufolge mindestens acht russische Geheimdienstagenten den Anschlag auf Nawalny verübt haben sollen.

Nawalny war im August auf einem Inlandsflug zusammengebrochen. Der mutmaßliche FSB-Mann sagte in dem nun veröffentlichten Telefonat, das Gift sei an der Innenseite der Unterhose angebracht gewesen. Nawalny habe den Anschlag nur überlebt, weil der Flug nicht lange genug gedauert habe. Der Pilot hatte damals eine Notlandung in der sibirischen Stadt Omsk unternommen. Nawalny wurde zunächst dort in ein Krankenhaus gebracht und später in die Berliner Charité geflogen.

Nawalny soll mit einem in der Sowjetunion entwickelten chemischen Nervenkampfstoff der Nowitschok-Gruppe vergiftet worden sein. Russland hatte wiederholt Vorwürfe zurückgewiesen, nichts zur Aufklärung des Falls beizutragen, und das Vorlegen von Beweisen gefordert. Auf seiner großen Jahrespressekonferenz hatte Kremlchef Wladimir Putin eine Beobachtung Nawalnys durch den Geheimdienst zwar eingeräumt. Für eine Vergiftung seines schärfsten Gegners gebe es aber keinen Grund, hatte der Präsident betont. (dpa)

Kommentare

  • Ich ahbe noch nie etwas unglaubwürdigeres gelesn! Als wenn ein FSB Agent auf den Enkelkindtrick reinfallen würde! Ausserdem gehen die ständig davon aus von anderen Geheimdiensten aggehört zu werden! Nawaly will gerne in Deutschland bleiben, da er und seine Kompanen in Rußland jede Menge Geld nach einer Verurteilung zahlen müssen und dann pleye wären!

  • Sorry für die Rechtschreibung! Aber der Herr Nawalny soll das jetzt einmal beweisen und den Namen des Agenten nennen! Wen nicht macht er sich strafbar, da er Ermittlungen stört! Sollte der angerufene kein FSB Agent sein wäre das Landesverrat was auch in Rußland hoch bestraft wird!

  • Und ans Grenzecho: Facebook und andere Medien sollen ja in Zukunft Nachrichten auf Falschmeldungen überprüfen! Würde die EU so etwas glauben, könnten Sanktionen dadurch verusacht werden! Weiss das Grenzecho ob das nicht vielleicht Freaknews sind? Ich denke nicht dass das Grenzecho glaubt das der FSB kein Organigram hat und die Agenten wissen mit wem sie über was sprechen dürfen!

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