Nach dem von ihr angestrebten Unabhängigkeitsreferendum werde sie ihre Nationzügig in die Europäische Union führen, sagte Sturgeon im Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ und anderen europäischenMedien. „Mehr als die Hälfte der Schotten will laut jüngsten Umfragen die Unabhängigkeit. Ich bin zuversichtlich, dass die Schotten beim nächsten Referendum Ja sagen werden.“
Ein unabhängiges Schottland werde dann unmittelbar einenAntrag zur EU-Mitgliedschaft stellen. Ihrer Ansicht nach sei Schottland „ein einmaliger Fall für einen schnellen Beitritt zur EU“. Schottlands Beitritt sei „keine Erweiterung“. Als Teil des Vereinigten Königreichs sei Schottland schließlich über 40 Jahre Mitglied gewesen. „Schottland kommt nach Hause, das ist kein neuerAnfang.“
Schottland braucht für das Referendum die Zustimmung Londons. Lasse Premier Boris Johnson ein Referendum nicht zu, schließesie den gerichtlichen Weg nicht aus, so Sturgeon. „VerweigertLondon die Zustimmung, müssen wir sehen, ob das schottischeParlament die nötigen Gesetze erlassen kann. Diese Frage hatsich noch nicht vor Gericht gestellt, aber ich schließe dasnicht aus. Wir können nicht zulassen, dass die britischeRegierung die Demokratie blockiert.“ (dpa)

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