Den mutmaßlichen Tätern wird schwerer Sozialbetrug in Zusammenhang mit finanziellen Corona-Hilfen vorgeworfen. So sollen einige Personen zu Unrecht Arbeitslosengeld einkassiert haben, das im Zuge der Pandemie ausgezahlt wurde. Um an die Corona-Hilfen des Staates zu kommen, sollen die mutmaßlichen Kriminellen bei der Beantragungsprozedur die Identität von Hunderten von Menschen missbraucht haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt darüber hinaus aber auch gegen Personen, die im eigenen Namen Zuschüsse erhalten haben, obwohl sie dafür keinerlei Anspruch hatten.
„Der Schaden wird derzeit auf zwei Millionen Euro geschätzt“, erklärt Eric Van Der Sypt, Sprecher der föderalen Staatsanwaltschaft, dem flämischen Rundfunk.
Bei den 30 Hausdurchsuchungen, die am Dienstagmorgen über die Bühne gingen, wurde ein Verdächtiger durch eine Polizeikugel verletzt. „Er hat nach einer Waffe gegriffen, woraufhin die Beamten das Feuer eröffnet haben“, berichtet Van der Sypt und ergänzt, dass der Tatverdächtige dabei nicht tödlich verletzt worden sei. Im Zuge der Razzien seien drei Waffen und mehrere Luxusautos beschlagnahmt worden.
Die 25 Verdächtigen, die dingfest gemacht worden sind, werden nun einem Untersuchungsrichter vorgeführt, der entscheidet, ob sie in Untersuchungshaft genommen werden oder nicht. (belga/calü)

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