Auch nach gut sechsstündigen Verhandlungen über das Thema war am Freitagmorgen jedoch weiter keine Einigung in Sicht, wie es aus Diplomatenkreisen hieß. Polen, das vor allem auf den Energieträger Kohle setzt, forderte demnach weitere Zusicherungen, bei den Kosten für den Umbau der Energieversorgung unterstützt zu werden.
Eigentlich wollten sich die EU-Staaten darauf einigen, bis 2030 mindestens 55 Prozent weniger Treibhausgase auszustoßen als noch 1990. Bislang liegt die Zielmarke bei minus 40 Prozent. Bereits am Donnerstagnachmittag hatte es aus Diplomatenkreisen nach kurzer Klima-Debatte geheißen, es gebe eine breite Unterstützung für das 55-Prozent-Ziel. Anschießend wurden jedoch zunächst andere Themen beraten, ehe Premier Alexander de Croo (Open VLD) und seine Kollegen am späten Abend wieder zum Klima zurückkehrten. (dpa)

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