Bereits zum dritten Mal hat die DG einen ostbelgischen Künstler mit dem Titel „Künstler Ostbelgiens“ ausgezeichnet. 2014 wurde der Preis, der mit 5.000 Euro dotiert ist, erstmals vergeben und ging damals an den bildenden Künstler Romain van Wissen. 2017 wurde Paul Pankert, Musiker und Komponist, von der Jury als Preisträger auserkoren. In diesem Jahr konnten Tanja Mosblech und Andrea Radermacher-Mennicken den Titel „Künstler Ostbelgiens“ einheimsen. Mit ihrem Gemeinschaftsprojekt „Hyperbild“ überzeugten sie die Jury einstimmig, dass das diesjährige Thema „Sprache“ auf originelle und ergebnisoffene Weise als Installation umgesetzt wird.
Das Künstler-Duo nimmt unser durch digitale Medien verändertes Leseverhalten und die gezielte Suche nach Informationen in den Fokus. Es geht in seinem Gewinnerprojekt von der Beobachtung aus, dass Texte im Internet häufig nicht mehr linear und vollständig gelesen, sondern von Hyperlinks weitergetragen werden. So wollen sich die beiden Künstlerinnen mit der Frage auseinandersetzen, wie man diese neue Art des Lesens ins bildnerische Medium übertragen kann.
Ein spannendes Thema, das jede Menge Fragen aufwirft - und einige davon stellt Frank-Thorsten Moll. Der Direktor des IKOB, dem Museum für Zeitgenössische Kunst in Eupen, versucht in einem Video-Interview alle Facetten des Projekts in einem durchaus unterhaltsamen Gespräch – was natürlich coronakonform geführt wurde – zu beleuchten. Teil eins des Interviews wurde am Samstagnachmittag auf der Facebookseite von „Ostbelgien Info“ veröffentlicht.
Ihr habt das 13-minütige Filmchen noch nicht gesehen? Kein Problem, wir haben es für euch. (red/calü)

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