Das Ende einer Ära: Belgiens Telefonbücher gibt es künftig nur noch im Netz

<p>Wird es künftig nicht mehr in Papierform geben: das Telefonbuch.</p>
Wird es künftig nicht mehr in Papierform geben: das Telefonbuch. | Foto: Photo News

Seit 1969 haben die beiden Telefonbücher ihren Weg in die Haushalte der Belgier gefunden. Im Zuge der Digitalisierung ist die Nachfrage der gedruckten Versionen der „Pages blanches“ und „Pages d'or“ allerdings arg zurückgegangen. Von den neusten Auflagen, Nummer 52, wurden jeweils nur noch 700.000 Exemplare gedruckt. Zum Vergleich: 2018 wurden noch 1,4 Millionen herausgegeben. Für die Verantwortlichen von FCR Media Grund genug, sich neu auszurichten.

„Obwohl die ikonischen ‚Pages d’or‘ und ‚Pages blanches‘ seit 1969 Teil unseres Lebens sind, haben sie in den letzten Jahren immer weniger Bedeutung erlangt“, erklärt Maja Van der Borst, ihres Zeichens Pressesprecherin von FCR Media. „Wir haben daher beschlossen, pagesdor.be und pagesblanches.be, die inzwischen mehr als vier Millionen Suchanfragen pro Monat verzeichnen, in den Mittelpunkt zu stellen.“ Kurzum: Wer künftig nach einer Telefonnummer, Adressdaten und Öffnungszeiten von Geschäften sowie Selbständigen sucht, muss dafür im Netz aktiv werden.

Nach Angaben der Geschäftsführung sind die Auswirkungen des Strukturwandels für das Unternehmen „minimal“. Die Mitarbeiter, die zuvor für die Printprodukte tätig waren, sollen künftig für die Weiterentwicklung der digitalen Angebote eingesetzt werden, sodass keine Stellen abgebaut werden müssen. (belga/calü)

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