Wie die Pro League am Donnerstagabend mitteilte, verloren die professionellen Fußballklubs des Landes – nimmt man die Steueran- und Abgaben des Jahres 2019 – zwischen März und September teilweise 50 (!) Prozent. Oder anders ausgedrückt: 275 Millionen Euro.
Gründe für die Verluste in schwindelerregender Höhe gibt es mehrere: Durch Geisterspiele brechen den Klubs die wichtigen Einnahmen aus dem Ticketverkauf komplett weg. Hinzu kommen sinkende Einkünfte über Sponsoren und Marketing – während die Ausgaben auf dem Transfermarkt oder für Personal aber weiterhin hoch bleiben, teilweise sogar noch gewachsen sind. „Gerade in Belgien haben die Klubs rund um die Spiele viele Einkünfte generiert. VIPs, Tickets, Konsum. Das bricht alles weg“, so Michael Louwagie, seit über 30 Jahren Direktor bei AA Gent gegenüber „Het Nieuwsblad.“
Klar ist derweil, dass mehrere Vereine mit Blick auf die Lizenzvergabe für die kommende Spielzeit vor einer schweren Aufgabe stehen: Klubs wie Rekordmeister RSC Anderlecht oder Standard Lüttich hatten bekanntlich schon vor Corona mit (erheblichen) finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Von der Lizenzkommission, vor der Saison 2019/20 noch knallhart bei der Vergabe der Fahrscheine für den Profifußball, ist zu hören, dass man ein, vielleicht sogar zwei Augen zudrücken wird. (mn)

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