Die genaue Verteilung der Arbeitsplatzverluste auf die drei Länder ist noch nicht bekannt. Die Genossenschaft, die nach eigenen Angaben ihre Transformation wegen der Folgen der Gesundheitskrise beschleunigen will, rechnet ab 2022 mit strukturellen Kostensenkungen von mehr als 100 Millionen Euro pro Jahr.
Es wird erwartet, dass die Umstrukturierungskosten zwischen 150 und 175 Millionen Euro betragen werden, die hauptsächlich dem Haushaltsjahr 2020 angelastet werden. Die Produktivität müsse in der Lieferkette erhöht werden, insbesondere in den Niederlanden, Belgien und Deutschland, mit besonderem Augenmerk auf Produktionsstätten mit struktureller Überkapazität, so FrieslandCampina.
Darüber hinaus schließt die Genossenschaft nicht die Möglichkeit aus, sich von bestimmten Nicht-Kernaktivitäten zu trennen, um ihr Eigenkapital zu stärken. Ferner werden dem oberen Management im Jahr 2020 die langfristigen Boni entzogen.
FrieslandCampina ist in 36 Ländern aktiv und erzielte im Jahr 2019 einen Umsatz von 11,3 Milliarden Euro. Die Genossenschaft hat rund 24.000 Beschäftigte, davon fast 8.000 in den Niederlanden, mehr als 1.300 in Belgien und fast 1.500 in Deutschland, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtet. (belga/mv)

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