Alegro: Stromautobahn zwischen Belgien und Deutschland nimmt Betrieb auf

<p>Auf dem Parkplatz des früheren Zollagenturgebäudes Lichtenbusch interessierten sich im Februar 2018 zahlreiche Fotografen und Kamerateams für den dort ausgehobenen 1,80 Meter tiefen und 80 Zentimeter breiten Graben, in den zwei eindrucksvolle Kabelstränge gelegt wurden.</p>
Auf dem Parkplatz des früheren Zollagenturgebäudes Lichtenbusch interessierten sich im Februar 2018 zahlreiche Fotografen und Kamerateams für den dort ausgehobenen 1,80 Meter tiefen und 80 Zentimeter breiten Graben, in den zwei eindrucksvolle Kabelstränge gelegt wurden. | Archivfoto: David Hagemann

Das Alegro-Projekt (Alegro steht für „Aachen Liège Electric Grid Overlay“) erforderte zwei Jahre Arbeit und eine Investition von 500 Millionen Euro. Wie die Nachrichtenagentur Belga schreibt, ist das Projekt ein unverzichtbares Bindeglied beim Aufbau eines integrierten europäischen Netzes, da Belgien bereits mit Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden verbunden ist.

Dank der Zusammenarbeit zwischen Elia und Amprion, dem deutschen Stromtransportbetreiber, ermöglicht diese Verbindung den beiden Ländern nun den Austausch von zusätzlich einem Gigawatt (eine Milliarde Watt) Strom. Das entspricht zehn Prozent des durchschnittlichen Stromverbrauchs von Belgien. Rund 49 Kilometer weit ist das Kabel unterirdisch vergraben. Es verläuft durch belgisches Gebiet zwischen Lixhe (Visé) und Eynatten (vorwiegend entlang der Autobahn E40 und der Hochgeschwindigkeitszugverbindung zwischen Brüssel und Köln) und reicht anschließend in Deutschland bis in den Dürener Ortsteil Oberzier.

Die Infrastruktur, die das belgische Hochspannungsnetz mit seinem deutschen Pendant verbindet, zielt darauf ab, die Versorgungssicherheit zu stärken, aber auch die verschiedenen erneuerbaren Energiequellen in das Netz zu integrieren und gleichzeitig eine Preiskonvergenz zum Vorteil der Verbraucher zu bieten. Wie Belga weiter schreibt, werden die Verbraucher von Energie profitieren, die zu den niedrigsten Kosten produziert wird. Der Beginn des kommerziellen Betriebs ist für den 18. November vorgesehen. (belga/mv)

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