Aufgrund der zahlreichen Torchancen der AS Eupen bzw. der klaren Überlegenheit war der eine Punkt aber zu wenig. Gegen den Tabellenvorletzten hätten die „Pandas“ siegen müssen, schleppen aber immer noch Ladehemmungen mit sich herum. So sehr sogar, dass es bis zur 85. Minute dauerte, bis Kapitän Menno Koch die Eupener erlöste bzw. sie vor der Niederlage bewahrte.
AS Eupen 1:1 Waasland-Beveren
Beim wichtigen Heimspiel gegen Waasland-Beveren musste AS-Cheftrainer Benat San José auf sieben Profis verzichten: De Wolf, Defourny, Amat, Beck, Sowah und Miangue befanden sich nach jeweils positiven Covid-19-Tests in Quarantäne. Zudem fehlte Verteidiger Jonathan Heris verletzt. Weil mit De Wolf und Defourny zwei erfahrene Torhüter passen mussten, kam Manaf Nurudeen (21) auf seinen ersten Einsatz in der 1. Division. In der Offensive standen Mamadou Koné und Smail Prevljak nach ihrem Bankplatz in Genk wieder von Beginn an auf dem Rasen.

Dass die AS Eupen somit ihren kompletten (und besten) Angriff auf dem Platz hatte, sollte sich kaum bemerkbar machen. Besonders in der ersten Halbzeit gingen die Gastgeber beinahe schlampig mit ihren Torchancen um. Trotz über 70 Prozent Ballbesitz und sieben Torschüssen mussten die „Pandas“ mit einem 0:1-Rückstand in die Kabine. Für Waasland-Beveren, das zunächst voll auf Konter setzte, hatte Frey den Ball in der 11. Minute zum 0:1 ins Tor geknallt.
Eupen spielte zwar - wie die Statistik vermuten ließ - nicht schlecht, aber eben auch nicht gut. Besonders in der Offensive ist das Spiel der AS immer noch so einfach aufgezogen, dass praktisch kaum ein Gegner wirklich Probleme mit Koné, Prevljak & Co. hat. Zudem waren die Torschüsse der Schwarz-Weißen nie gefährlich. Häufig landete der Ball direkt in den Armen von Torwart Jackers.

Auch nach dem Seitenwechel ein ähnliches Bild: Eupen machte das Spiel, blieb aber viel zu schwach im Angriff. Waasland-Beveren verteidigte mit gefühlt allen Feldspielern, blieb aber über Konter gefährlich: In der 50. Minute verpasste Sinani das 0:2 nur um Zentimeter. Nach einer Stunde reagierte AS-Trainer San José: Für Koné kam Baby in die Partie.
Auch nach 70 Minuten war Eupen in fast allen Belangen drückend überlegen. An der Offensivschwäche bzw. der schlechten Chancenverwertung der Gastgeber ändert sich aber nichts, wobei Amara Baby für viel frischen Wind sorgte. Nach der Anzahl Chancen hätte es zu diesem Zeitpunkt bereits 2:1 oder 3:1 für Eupen stehen müssen. In der 77. Minute hatte Eupen Pech, dass Prevljak den Ball an den Pfosten knallte. Den Nachschuss verwandelte er zwar, stand aber im Abseits - der Trefer zählte nicht.

In der 85. Minute sollte der Knoten platzen: Nachdem ein Kopfball von Baby auf der Linie geklärt wurde, knallte Koch den Ball zum längst überfälligen Ausgleich über die Linie. Bis zum Ende der Partie drängte Eupen auf den Siegtreffer, kam aber nicht mehr über ein 1:1 hinaus.
Am kommenden Wochenende ist Eupen spielfrei, ehe es auf Standard Lüttich trifft.
Namen & Fakten:
Nurudeen - Agbadou, Koch, Poulain, Adriano - Cools (15. Kayembe), Peeters - Ngoy, Musona (84. N´Dri), Koné (57. Baby), Prevljak
Tore:
0:1 Frey (11.), 1:1 Koch (84.)

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