Coronavirus in Belgien: Knapp 1.000 Patienten in andere Kliniken verlegt

<p>Die Krankenhäuser im Land sind teilweise so ausgelastet, dass sie Patienten auf andere Spitäler verteilen müssen.</p>
Die Krankenhäuser im Land sind teilweise so ausgelastet, dass sie Patienten auf andere Spitäler verteilen müssen. | Foto: belga

Die meisten der 945 Betroffenen seien andernorts im Land untergekommen, 24 seien nach Deutschland gebracht worden, berichtete die Nachrichtenagentur Belga am Samstag. Mit der Maßnahme sollte Platz in Krankenhäusern geschaffen werden, die ihre Kapazitätsgrenzen erreicht haben. Belgien ist in Relation zur Einwohnerzahl europoaweit eines der am schwersten von der Corona-Krise betroffenen Länder.

Am Samstag mussten 7.208 Menschen, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, in hiesigen Krankenhäusern behandelt werden. Damit ist der Wert seit drei Tagen relativ stabil, da er sich nur minimal verändert hat. Das geht aus den aktuellsten Fallzahlen von Sciensano, dem Institut für Volksgesundheit, hervor.

Die Lage auf den Intensivstationen hat sich nach Angaben von Sciensano allerdings nicht verbessert. Am Samstag lagen 1.459 Patienten (das sind 34 mehr als Freitag) auf einer Intensivstation – 831 davon mussten künstlich beatmet werden.

Was die Anzahl der neuen Ansteckungen betrifft, scheint sich eine Trendwende abzuzeichnen. Nach Angaben der Behörde sind in dem Zeitraum zwischen dem 28. Oktober und 3. November hierzulande im Schnitt nämlich „nur“ 11.790 neue Infektionen pro Tag registriert worden. Gegenüber der Vorwoche entspricht das einem Rückgang von etwa 27 Prozent. Seit Beginn der Coronakrise haben sich nach Sciensano-Angaben in Belgien mindestens 488.044 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert.

Laut Angaben von Sciensano werden aktuell täglich über 53.000 Coronatests durchgeführt. Die aktuelle Positivitätsrate, das heißt der Anteil positiver Tests an allen durchgeführten Tests, liegt bei rund 27,1 Prozent. Sprich, jeder vierte Corona-Test fällt positiv aus.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, liegt nach Sciensano-Schätzungen aktuell bei 0,99. Das bedeutet, dass ein Infizierter einen weiteren Menschen mit dem unsichtbaren Feind ansteckt.

Die Anzahl der Corona-Toten schnellt derweil in deutlich die Höhe. Zwischen dem 28. Oktober und 3. November sind an den Folgen des Coronavirus im Durchschnitt 165 Menschen gestorben. Im Vergleich zur Vorwoche ist das ein Anstieg von 79 Prozent. Landesweit wurden bis dato 12.708 Corona-Tote verzeichnet. (belga/dpa/calü)

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