Die beiden sollen laut der RTBF eine Videobotschaft aufgezeichnet haben, in der sie der Terrorgruppe IS die Treue geschworen hätten. Sie hätten außerdem geplant, eine oder mehrere Polizeistationen anzugreifen, hieß es weiter.
Festgenommen wurden laut föderaler Staatsanwaltschaft ein 16 und ein 17-Jähriger in Eupen und in Kelmis. Dort fanden auch Hausdurchsuchungen statt.
„Dank der sehr guten Zusammenarbeit zwischen den Staatsanwaltschaften und der ausgezeichneten Arbeit der föderalen Kriminalpolizei von Eupen und Lüttich war es möglich, sehr schnell einzugreifen. Möglichen Straftaten konnte so vorgebeugt werden. Die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen. Da es sich um Minderjährige handelt, werden keine weiteren Informationen zu den Akten gegeben“, heißt es in einer Mitteilung der föderalen Kriminalpolizei.
Die beiden Verdächtigen, die ihre Tat laut übereinstimmenden Medienberichten mit Messern begehen wollten, wurden bereits dem Untersuchungsrichter und Jugendrichter vorgeführt und befinden sich momentan in einer Jugendschutzeinrichtung.
Wie die VRT berichtet, sollen ihre Pläne an einen Anschlag in Lüttich vor mehr als zwei Jahren erinnern, bei dem zwei Polizisten und ein Passant getötet wurden. Der radikalisierte Täter beging diesen Angriff während seines Hafturlaubs und wurde von der Polizei erschossen.
Laut „Het Laatste Nieuws“ war Justizminister Vincent Van Quickenborne (Open VLD) seit geraumer Zeit über den Fall informiert. „Seit den Anschlägen in Frankreich und Wien haben unsere Sicherheitsdienste Tag und Nacht gearbeitet“, heißt es aus seinem Kabinett: „Sie behalten auch die sozialen Medien im Auge. Trotz der engen Zusammenarbeit zwischen den Nachrichtendiensten, der Polizei und dem Antiterrordienst OCAD ist uns bewusst, dass es kein Nullrisiko gibt.“
Wie die VRT weiter meldet, soll sich der Bedrohungsgrad in unserem Land aber wegen der Festnahmen nicht ändern. Eine Analyse sei bereits durchgeführt worden, und es seien keine Änderungen notwendig, weil die Situation immer unter Kontrolle war, lautet die Begründung.
Die RTBF betont, dass die beiden Jugendlichen vor dem Terroranschlag vom vergangenen Montag in der österreichischen Hauptstadt Wien verhaftet worden sind, den die Terrorgruppe IS für sich beansprucht hat.
Über den Herkunfsort der Verdächtigen herrscht noch Unklarheit. (mv/vrt)
Der Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

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