Coronakrise in Mouscron nimmt kein Ende: Dritte Spielverlegung in Folge?

<p>Jorge Simao (links neben Sportdirektor Diego Lopez) wartet weiterhin auf seinen ersten Einsatz als Trainer von Excel Mouscron.</p>
Jorge Simao (links neben Sportdirektor Diego Lopez) wartet weiterhin auf seinen ersten Einsatz als Trainer von Excel Mouscron. | Foto: Photo News

Jorge Simao hat noch kein einziges Mal an der Seitenlinie seiner neuen Mannschaft stehen können. Als der Portugiese Mitte Oktober die Nachfolge des aufgrund des schlechten Saisonstarts entlassenen Fernando Da Cruz antrat, rechnete er sicherlich nicht damit, wochenlang auf sein erstes Pflichtspiel und seine erste komplette Trainingseinheit warten zu müssen. Doch aufgrund der vielen Coronavirus-Infektionen innerhalb der Mannschaft und des Stabs mussten zuletzt bereits die Partien gegen Cercle Brügge und Sint-Truiden abgesagt werden. Zum letzten Mal stand Mouscron am 18. Oktober auf dem Platz. Die dortige 0:2-Niederlage gegen die AS Eupen bedeutete das Ende für Da Cruz – und das Ende des Spielflusses.

In den drei Wochen seit dem AS-Spiel stieg die Zahl positiver Coronatests stetig an, am vergangenen Freitag waren es ganze 21. Der Klub schickte daraufhin die gesamte Mannschaft in Quarantäne, doch selbst diese Maßnahme trug nicht zur Besserung bei. Die Testreihe vom Montag brachte erneut mindestens zwölf positive Ergebnisse hervor. Acht Spieler, die vergangene Woche bereits infiziert waren, sind dies immer noch. Hinzu kommen vier neue Fälle.

Unter diesen Umständen scheint alles auf eine weitere Spielverlegung hinauszulaufen, diesmal gegen Aufsteiger OHL. Es wäre die dritte in Folge. Zur Erinnerung: Ab einer Anzahl von sieben infizierten Spielern kann ein Klub eine Verlegung beantragen. Rechnet man die anstehende Länderspielpause hinzu, würde Mouscron insgesamt fünf Wochen ohne Pflichteinsatz bleiben. Spielfluss lässt grüßen... (tf)

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